Aktuelles


Bundesweite Vorlese-Initiative

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Wüstenblume muss nicht sein - Mosocho und der Wandel


27.11.2012
INTEGRA Fachtagung in Berlin

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Oktober

Treffen in Brüssel im Rahmen der End FGM European Campaign mit Fachorganisationen aus 15 europ. Ländern



Aus 2011

Runder Tisch im Auswärtigen Amt mit Afrikabotschafter Walter Lindner. CENTER for PROFS und LebKom waren beim Fachforum in Berlin dabei

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Goldene Friedenstaube für Prof. Dr. Muthgard Hinkelmann-Toewe

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Start der Ausweitung des Fulda-Mosocho-Projekts auf die Nachbarregionen

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International Day of Zero Tolerance to Female Genital Mutilation in Frankfurt

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Fortbildung für Fachkräfte in Nürnberg: Mädchen vor Genitalverstümmelung schützen – auch in Deutschland!

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seit November 2010

Das CENTER for PROFS und LebKom sind in Kooperation mit Maisha e.V. deutsche Partnerinnen der Europa-Kampagne END-FGM, die sich unter Federführung von Amnesty International Ireland für eine EU-weite Strategie zur Abschaffung weiblicher Genital- verstümmelung einsetzt. www.endfgm.eu

Die Stop.FGM.Kampagne

wurde am 4. Februar von Waris Darie, Heymann Brand de Gelmini und mit Unterstützerorganisationen in Berlin gegründet
STOP FGM NOW!
Führende deutsche Organisationen und Unternehmen bündeln im Kampf gegen FGM ihre Kräfte.

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Kalender 2013

Ein Projekt mit der Ferdinand-Braun-Schule


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Bild

Ausweitung 2011: Sensibilisierungskampagne mit Führungskräften des Marani und Kisii-South-Distriktes. Gefördert aus Mitteln des BMZ.

Ministerin E.M. Mathenge mit einem vor der Beschneidung bewahrten Mädchen

Celebration 2008: Kenias Ministerin E.M. Mathenge freut sich mit dem vor der Verstümmelung bewahrten Mädchen

Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte: Männerkurs im Fulda-Mosocho-Projekt

Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte Männerkurs

Das Fulda-Mosocho-Projekt
ist nominiert für den Sacharov-Preis 2006

Fulda-Mosocho-Projekt: nominiert für den Menschenrechts-Preis des EU-Parlamentes

EU-Parlamentarier Alexander Alvaro bei Projektbesuch in Kenia

Projektbesuch von MdEP Alexander Alvaro


Sacharow-Preis

DAB – Deutscher Akademikerinnenbund 1/2007 – Aktuelles Sacharow-Preis 2006


Sacharow-Preis


FDP-Europaparlamentarier Alexander ALVARO: „Deutsches NGO-Projekt für Sacharow-Preis nominiert”


Sacharow-Preis inspiriert zu Kunst-Projekt Europäische Künstler unterstützen nominiertes Fulda-Mosocho-Projekt


Gezeichnet von der Tradition – Kunst gegen weibliche Beschneidung (Female Genital Mutilation)


DAB – Deutscher Akademikerinnenbund 1/2007 – Aktuelles Sacharow-Preis 2006

Prof. Dr. Muthgard Hinkelmann-Toewe, Mitglied des DAB, und ihr Projekt, das Fulda-Mosocho-Projekt, wurde vom Europäischen Parlament für den diesjährigen Sacharow-Preis nominiert.

Mit diesem Preis werden jährlich weltweit besondere Leistungen bei der Wahrnehmung und Verteidigung von Menschenrechten gewürdigt. Mit Prof. Hinkelmann-Toewe ist erstmals eine Frau aus Deutschland in das Nominierungsverfahren gekommen.

Mit dieser Nominierung erfährt die Arbeit all’ derer, die sich für die Unversehrtheit des weiblichen Körpers engagieren, auf europapolitischer Ebene Ermutigung und Aufwertung.

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Sacharow-Preis

Der Sacharow-Preis ist nach dem Friedensnobelpreis einer der wichtigsten internationalen Menschenrechtspreise. Er wurde 1988 vom Europäischen Parlament ins Leben gerufen und nach dem sowjetischen Menschenrechtler Sacharow benannt.

Er wird außergewöhnlichen Persönlichkeiten und Organisationen verliehen, die sich in vorbildlicher und mutiger Weise für die Wahrung der Menschenrechte in der Welt einsetzen und denen gelungen ist, durch ihr Handeln nachhhaltige Zeichen gegen Unterdrückung, Intoleranz und Ungerechtigkeit zu setzen. Frühere Preisträger und Preisträgerinnen sind der ehemalige südafrikanische Präsident und Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela, die Journalistin und Schriftstellerin Taslima Nasreen aus Bangladesh und der sog. Vater des Prager Frühlings, Alexander Dubcek.

Sacharow-Preis und Fulda-Mosocho-Projekt
Frau Prof. Dr. Muthgard Hinkelmann-Toewe und das von ihr ins Leben gerufene Fulda-Mosocho-Projekt sind für den Sacharow-Preis 2006 nominiert worden für ihre erfolgreiche Menschenrechtsarbeit in der Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung.

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FDP-Europaparlamentarier Alexander ALVARO: „Deutsches NGO-Projekt für Sacharow-Preis nominiert”

Straßburg/Brüssel, 7. September 2006 – Der FDP-Europaparlamentarier Alexander ALVARO hat ein deutsches NGO-Projekt für den europaischen Sacharow-Preis vorgeschlagen. „Das Fulda-Mosocho-Projekt setzt sich seit 2002 erfolgreich gegen die weibliche Genitalverstümmelung in Kenia ein”, so der innenpolitische Sprecher der Liberalen im Europäischen Parlament, ALVARO.

Das Projekt, das von Muthgard Hinkelmann-Toewe ins Leben gerufen wurde, befasst sich mit dem Kampf gegen die brutale, schmerzhafte und entwürdigende Genital Verstümmelung bei jungen Frauen in Kenia, auch Female Genital Mutilation, FGM. Diese Praxis ist seit Jahrhunderten verfestigt und gesellschaftlich stark verankert.

ALVARO: „Dies macht es schwer, ein Umdenken in den Köpfen der dortigen Gesellschaft zu bewirken. Durch Seminare, Workshops und Kurse vor Ort in Afrika, beispielsweise für Lehrer, Clanälteste und Chiefs, konnte das Fulda-Mosocho-Projekt jedoch bereits erste große Erfolge erzielen: Die Beschneidungsrate lag in dem betreffenden Gebiet 2002 bei rund 98 Prozent; seit Beginn der Projektarbeit konnte die Zahl der Verstümmelungen auf 66 Prozent gesenkt werden.” Nachdem ALVARO bereits Anfang Juli seine Unterstützung für die Nominierung des Fulda-Mosocho-Projekts angekündigt hatte, startete er gemeinsam mit Nils Oskamp (Illustratoren Organisation e.V.) eine Initiative, in der Künstler aufgefordert wurden, ihre Werke zu dem Thema Genitalverstümmelung für die Erstellung eines Bildbandes zur Verfügung zu stellen.

ALVARO: „Es freut mich zutiefst, dass innerhalb von wenigen Jahren durch das Fulda-Mosocho-Projekt ein Umdenken initiiert werden konnte, wenn auch ein gänzliches Ende-der grausamen Praxis weiterhin das Ziel sein muss. Ich hoffe, dass das Europaische Parlament meinen Vorschlag unterstützt und die Bedeutung dieses Projektes erkennt.”

Nähere Informationen zu dem Fulda-Mosocho-Projekt erhalten Sie unter
www.fulda-mosocho-proiect.com oder bei Claudia Wegener, Tel.: +49 (0) 661 – 65062.

Weitere Informationen zu Alexander Alvaro:
Alexander Nuno Pickart Alvaro (31) ist Sprecher der ALDE-Fraktion für bürgerliche Freiheiten, Inneres und Justiz und Vorsitzender der „Kampagne für Parlamentsreform”. Seit Mai 2003 ist Alvaro Mitglied des bundesvorstandes der FDP. Der gelernte Bankkaufmann und Jurist mit deutscher und portugiesischer Staatsangehörigkeit wuchs in Australien und Deutschland auf. Von 2000 bis 2005 war er Mitglied des Bundesvorstandes der Jungen Liberalen (JuLis), zuletzt als stellvertretender Bundesvorsitzender. Darüber hinaus engagiert er sich bei Amnesty International, im Deutschen Tierschutzbund und bei der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen.

Ansprechpartner:
Martina Rozok, PR
ROZOK Communication Consulting
Sophienstraße 33a
D-10178 Berlin
T +49 30 4004468-1
C+49 170 23 55 88
F +49 30 4004468-9
m@rozok.de
www.rozok.de
Elisabeth Bauer
Alexander Alvaro, MdEP

Alexander Alvaro, MdEP (FDP/ALDE)
Büro Alexander Alvaro, MdEP
Europäisches Parlament
ASP10G146
60 Rue Wiertz
B-1047 Brüssel
T +32 2 28 47 328
F +32 2 28 49 328
alexander.alvaro@europarl.eu.int
www.alexander-alvaro.de

Alexander Alvaro, MdEP

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Sacharow-Preis inspiriert zu Kunst-Projekt
Europäische Künstler unterstützen nominiertes Fulda-Mosocho-Projekt

Seit 1988 verleiht das Europaparlament jährlich den Sacharow-Preis für Gedankenfreiheit an Personen und Projekte, die sich für Menschenrechte einsetzen. In diesem Jahr gehört das Fulda-Mosocho-Projekt zu den Nominierten. Das Projekt engagiert sich seit 2002 gegen die weibliche Genitalverstümmelung (auch Female Genital Mutilation, FGM) in Kenia. In begleitender Kooperation mit den Menschen dort konnten die Initiatorin Prof. Dr. Muthgard Hinkelmann-Toewe und ihre Mitarbeiter ein Umdenken schaffen, das u. a. eine drastische Senkung der Beschneidungsrate zur Folge hatte.

Überzeugt von diesem Projekt, das weltweit zu den erfolgreichsten zählt, hat der EU-Parlamentarier Alexander Alvaro (FDP) das Fulda-Mosocho-Projekt für die Nominierung zum Sacharow-Preis vorgeschlagen. Aus diesem Anlass haben Alvaro und der Zeichner Nils Oskamp (von dem deutschen Berufsverband „Illustratoren Organisation e.V.“) in einer Initiative Künstler aufgefordert, ihre Werke zu dem Thema Genitalverstümmelung für die Erstellung eines Bildbandes zur Verfügung zu stellen. Die Illustrationen sind Teil des Kunst-Projekts „ART against FGM“.

Mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler aus sieben Ländern beteiligten sich mit über 150 Werken. Diese sollen dem Fulda-Mosocho-Projekt und weiteren Anti-FGM-Organisationen kostenlos für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Claudia Wegener vom Fulda-Mosocho-Projekt begrüßt dies: „Die Frauen, ob direkt oder indirekt betroffen, werden ob der Solidarität und Anteilnahme, die sich in den Werken ausdrücken, begeistert und bestärkt sein.“

Viel Bestärkung erlebt das Fulda-Mosocho-Projekt in der Kisii-Region in Kenia, die als sehr traditionsverhaftet gilt. Dank des wertzentrierten Ansatzes konnten Prof. Dr. Hinkelmann-Toewe und ihr Team dort ein neues Bewusstsein schaffen. Das gezielte Vermitteln von Wissen und das Erarbeiten von neuen Wegen im gemeinsamen Diskurs haben hier eine kulturelle Revolution ausgelöst, die Abschied nimmt von der Mädchenbeschneidung. Sollte diese Leistung mit dem Sacharow-Preis honoriert werden, wäre das Fulda-Mosocho-Projekt der erste deutsche Träger dieser Auszeichnung.

Das Fulda-Mosocho Projekt
Das Fulda-Mosocho Projekt, 2002 gegründet, ist eine Kooperation der „Grassroot- People“ der Kisii Ethnie in Kenia, des Center for PROFS, Hochschule Fulda sowie des Vereins „Lebendige Kommunikation mit Frauen in ihren Kulturen“, Fulda. In einem 3-jährigen Fortbildungsprogramm wurden vor Ort in Kenia Lehrerinnen und Lehrer zu angesehenen MultiplikatorInnen ausgebildet.

Seminare für Clanälteste, Kirchenvorsteher, Chiefs folgten. In gleichberechtigtem Dialog mit den Einheimischen gelang es, bis Ende 2005 die Beschneidungsrate in der Mosocho Region von 98 % auf 32 % zu senken. 47 ehemalige Beschneiderinnen haben aus Überzeugung ihr Handwerk niedergelegt. Über 4.000 unbeschnittenen Mädchen, in öffentlichen Großveranstaltungen als vollwertige Mitglieder der Kisii-Gemeinschaft gefeiert, ist das Leid, das ihre Mütter, Großmütter und Urgroßmütter seit Jahrhunderten ertragen mussten, erspart. Für sie ist die Verwirklichung der Menschenrechte Wirklichkeit geworden. Ziel ist, dies weiteren Hunderten von Mädchen zu ermöglichen. Mehr dazu unter www.fulda-mosocho-project.com oder Tel.: +49 (0) 661–65062/Kontakt: Claudia Wegener.

Das Projekt „Art against FGM“
In nur fünf Wochen zur Unterstützung der Wahl des Fulda-Mosocho-Projektes für den Sacharow Preis initiiert und abgeschlossen. Über 150 Bilder und Comics trafen aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich, der Schweiz, Neuseeland und den USA ein. Aufgrund der enormen (An)Teilnahme eruieren die Organisatoren Nils Oskamp (Illustrator/IO), Marian Meinhardt- Schönfeld (Illustartor/IO) und Nataly Brombach (freie Texterin/Autorin), in enger Kooperation mit Beraterinnen von Anti-FGM-Organisationen sowie den teilnehmenden Künstlerinnen, eine Erweiterung des Projektes.

Nach der Entscheidung zum Sacharow-Preis ist geplant, mit Hilfe von Kooperationspartnern, Stiftungen und Sponsoren aus Politik, Kultur und Industrie einen Bildband und eine Wanderausstellung durch Europa zu realisieren. Schon jetzt wird das Projekt unterstützt von der Druckerei Holtkamp, Lünen (für den Druck des Einladungsbandes) und Station.ch (Bereitstellung der Website). Mehr dazu unter www.art-against-fgm.com

Alle Einsendungen (ausgewählte Werke als druckfähige Daten) und das PDF des Einladungsbandes finden Sie unter www.art-against-fgm.com. Anfragen bezüglich druckfähiger Daten einzelner Bilder richten Sie bitte an Nils Oskamp (nils@oskamp.de) oder Marian Meinhardt-Schönfeld (mails@mamei.com).

Für direkte Anfragen in Bezug auf das „ART against FGM“-Projekt wenden Sie sich bitte an:
Nataly Brombach LexxHexx – Die Texte-Hexe + Auf der Böck 3 + 40221 Düsseldorf spells@lexxhexx.com fon: 0211 – 58 06 186 ++ fax: 0211 – 58 06 187

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Gezeichnet von der Tradition
Kunst gegen weibliche Beschneidung (Female Genital Mutilation)

Kunst gegen weibliche Genitalverstümmelung (ART against FGM – AAFGM) ist eine Kooperation des Europaparlaments Brüssel mit der Deutschen „Illustratoren Organisation e. V.“ und dem Fulda-Mosocho-Projekt. Bei der Bekanntmachung dieser Aktion in Frankreich halfen der Verein „On a marché sur la Bulle“ (u.a. Veranstalter des Comic Salon Amiens, im Projekt vertreten durch Aymeric Nercisse) und Soline Scutella, zu Projektbeginn tätig bei „16000 images“, Association des professionnels de l’ image, Angoulême. Auch die internationale Equipe freischaffender Künstlerinnen und Künstler aus Europa, den USA und Neuseeland, die ihr gezeichnetes Statement für ein Ende der Genitalverstümmelung eingesendet haben, zählen dazu. Das Organisationsteam besteht derzeit aus Nils Oskamp – Illustratoren Organisation e.V., Hamburg
Marian Meinhardt-Schönfeld – Illustratoren Organisation e.V., Hamburg
Nataly Brombach – LexxHexx, die Texte-Hexe, Düsseldorf
Claudia Wegener – Fulda-Mosocho-Projekt, Fulda u. Mosocho Market

Initiation und Intention
des Projektes ist der kreative Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung durch die Unterstützung etablierter Organisationen wie dem Fulda-Mosocho-Projekt. Dieses engagiert sich seit 2002 gegen die weibliche Genitalverstümmelung (auch Female Genital Mutilation, FGM) in Kenia. In begleitender Kooperation mit den Menschen dort konnten die Initiatorin Prof. Dr. Muthgard Hinkelmann-Toewe und ihr Team ein Umdenken schaffen, das u.a. eine drastische Senkung der Beschneidungsrate zur Folge hatte. Überzeugt von diesem Projekt, das weltweit zu den erfolgreichsten zählt, hat der EU-Parlamentarier Alexander Alvaro (FDP) das Fulda-Mosocho-Projekt für die Nominierung zum Sacharow-Preis vorgeschlagen. Aus diesem Anlass haben Alvaro und der Illustrator Nils Oskamp in einer Initiative Künstler aufgefordert, ihre Werke zu dem Thema Genitalverstümmelung für die Erstellung eines Bildbandes zur Verfügung zu stellen. Die Illustrationen sind Teil des Kunst-Projekts „ART against FGM“.

Dieses startete mit einem Aufruf in mehreren Sprachen, der über die Internetseiten europäischer Illustratoren-Verbände Künstlerinnen und Künstler in ganz Europa und sogar Übersee erreichte. Schon in der ersten Woche war ein großes Feedback in Form der eingereichten Werke zu verzeichnen. Auch viele Männer fühlten sich von dem Thema betroffen und schickten ihre Arbeiten ein. Ein Anreiz war dabei sicher auch die Art, wie diese bisher einmalige Aktion das Humanitäre und Kulturelle verbindet.

Bis zum Einsendeschluss am 24. August 2006 gingen über 150 Werke von mehr als 100 Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien, der Schweiz, den USA und Neuseeland ein. Die Bildauswahl für den 32-seitigen Einladungsband erfolgte in Absprache mit dem Fulda-Mosocho-Projekt.

Dank der Unterstützung der Druckerei Holtkamp, Lünen, konnten 1.000 Hochglanz-Exemplare des Bandes „Women’s Art Protest against Female Genital Mutilation“ gedruckt werden. Die Düsseldorfer Software-Schmiede „Hexerei“ gestaltete eine neue Startseite für das Fulda-Mosocho-Projekt, während die Internetagentur Station.ch für AAFGM eine virtuelle Bildergalerie erstellt, in der alle eingesendeten Werke zu sehen sind.

Diese werden einerseits dem Fulda-Mosocho-Projekt und weiteren interessierten Anti-FGM-Organisationen kostenfrei für ihre Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung gestellt. Andererseits ist geplant, nach der Entscheidung über den Sacharow-Preisträger diese Illustrationen und Comics in einem großen Bildband zusammenzufassen. Die Originalwerke sollen in einer Wanderausstellung auf die grausame Praktik der FGM aufmerksam machen und in dieser kombiniert werden mit künstlerischen Arbeiten von Kisii-Menschen, die den durch das Fulda-Mosocho-Projekt in Gang gebrachten kulturellen Wandel widerspiegeln. Denn auch in den Einwanderungsländern hat die FGM Auswirkungen; in Deutschland z. B. gibt es keine Meldepflicht für Ärzte, die mit der Durchführung oder dem frischen Ergebnis einer Beschneidung insbesondere bei kleinen Mädchen konfrontiert werden. Auch herrscht, z. B. bei Gynäkologen und Sozialarbeitern Bedarf an tragfähigen Perspektiven, wenn sie mit diesem Thema konfrontiert werden. Darüber hinaus sollen sowohl mit dem Bildband als auch mit den Ausstellungen Spenden zur Unterstützung des Fulda-Mosocho-Projektes und weiteren Anti-FGM-Organisationen gesammelt bzw. generiert werden.

Frau Prof. Dr. Hinkelmann-Toewe zeigte sich angesichts des Projektes und der Möglichkeiten, die es eröffnet, mehr als angetan. In ihrem Dankesschreiben an die Künstler schreibt sie: „Ihr besonderes künstlerisches Engagement, meine lieben Freundinnen und Freunde, trifft auf besonderes Engagement, Hand in Hand mit den Betroffenen die schlimme Sitte der weiblichen Genitalverstümmelung erfolgreich zu beenden. Die Idee von Herrn Alvaro und Herrn Oskamp, diese beiden Aspekte zu kombinieren, erweist sich als der voranbringende Weg.

Genau das wollen wir – durch das Zusammenführen Ihres künstlerischen Engagements und das des Fulda-Mosocho-Projektes Menschen erreichen, auf dass sie sich konkret fördernd einklinken, zum Wohle von Tausenden, Hunderttausenden unschuldiger Mädchen.“

Basis-Informationen:
Weibliche Genitalverstümmelung (kurz: FGM) ist eine Tradition in 28 afrikanischen Ländern, in Teilen der arabischen Halbinsel und Asiens. Unter unwürdigsten und unhygienischsten Umständen werden jungen Frauen, Mädchen im Alter zwischen vier und acht Jahren und sogar weiblichen Säuglingen die Genitalien verstümmelt.

Der Grad dieser Verstümmelung wird von der lokal herrschenden Tradition bestimmt; im extremsten Fall (der sog. „Pharaonischen Beschneidung“ oder Infibulation) werden Venuslippen, Teile der Vulva und die Klitoris komplett entfernt, bevor die Frauen bis auf eine winzige Öffnung zugenäht werden. Laut WHO ist die weibliche Genitalverstümmelung „die schlimmste Form von Gewaltanwendung“.

Viele Mädchen und Frauen überleben den Eingriff nicht, andere sterben kurz danach Blutverlust, Infektionen und andere Komplikationen fordern ihren Tribut. Diejenigen, die überleben, haben unter den Folgen zu leiden, die die natürlichsten Vorgänge wie Wasserlassen, Menstruieren oder gar Gebähren zur unsagbaren Tortur machen.

Schon jetzt liegt die Zahl der beschnittenen Frauen weltweit bei ca. 175 Millionen; schätzungsweise 6.000 Mädchen und Frauen (laut UNICEF sogar 8.000) kommen jeden Tag hinzu. Nicht nur in deren weit entfernten Heimatländern, sondern auch mitten unter uns, in den Einwanderungsländern Europas.

Es sind die Greuel dieser Prozedur als auch die Nähe und Aktualität dieser Problematik, die schon viele Frauen- und Menschenrechts-Organisationen aktiviert und zur Gründung von international und regional arbeitenden Projekten geführt haben. Deren Hauptziel liegt in der Bekämpfung der FGM durch die Vermittlung von Wissen und das Schaffen von Alternativen. Der direkte Diskurs mit den Betroffenen ist das wichtigste Werkzeug dieser Organisationen, zu denen auch das Fulda-Mosocho-Projekt zählt.

Das Fulda-Mosocho-Projekt
Das Fulda-Mosocho Projekt, in 2002 gegründet, ist eine Kooperation der „Grassroot-People“ der Kisii Ethnie in Kenia, des Center for PROFS, Hochschule Fulda sowie des Vereins „Lebendige Kommunikation mit Frauen in ihren Kulturen“, Fulda. In einem 3-jährigen Fortbildungsprogramm wurden vor Ort in Kenia Lehrerinnen und Lehrer zu angesehenen MultiplikatorInnen ausgebildet. Seminare für Clanälteste, Kirchenvorsteher, Chiefs folgten. In gleichberechtigtem Dialog mit den Einheimischen gelang es, bis Ende 2005 die Beschneidungsrate in der Mosocho Region von 98 % auf 32 % zu senken. 47 ehemalige Beschneiderinnen haben aus Überzeugung ihr Handwerk niedergelegt. Über 4.000 unbeschnittenen Mädchen, in öffentlichen Großveranstaltungen als vollwertige Mitglieder der Kisii-Gemeinschaft gefeiert, ist das Leid, das ihre Mütter, Großmütter und Urgroßmütter seit Jahrhunderten ertragen mussten, erspart. Für sie ist die Verwirklichung der Menschenrechte Wirklichkeit geworden. Ziel ist, dies weiteren Hunderten von Mädchen zu ermöglichen. Mehr dazu unter www.fulda-mosocho-project.com oder Tel.: +49 (0) 661 – 65062/Kontakt: Claudia Wegener.

Dr. Muthgard Hinkelmann-Toewe
Seit 1979 Professorin an der Hochschule Fulda (University of Applied Sciences) im Fachbereich Sozialwesen, zuständig für den Schwerpunkt Psycho-soziale Beratung und Gesundheitsförderung und für Gender Sciences. Gründete 1985, bewegt durch die 3. Weltfrauenkonferenz Nairobi, mit Studierenden, Praktikerinnen und kenianischen Grassroot-Menschen das Forschungs- und Praxisprojekt „Frauen in Kenia“, das, seit 1992 Teil des Centers for PROFS, bei der UNO akkreditiert, innovative Wege in der Entwicklungszusammenarbeit als Beitrag zur Realisierung von Menschenrechten geht.

Der europäische Sacharow-Preis für Gedankenfreiheit
wird seit 1988 jährlich vom Europäischen Parlament vergeben – an Personen und Projekte, die sich für Menschenrechte und die Gedankenfreiheit sowie gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit einsetzen. Benannt wurde er nach dem russischen Dissidenten und Friedensnobelpreisträger Andrei Sacharow.

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis half damals bereits, Nelson Mandela aus seiner Gefangenschaft zu befreien. Mehr dazu unter http://www.europarl.europa.eu/news/archive/freetext_page_archive/20050818FTX00274-1301/default_de.htm

Alexander Alvaro (FDP), MdEP
Alexander Nuno Pickart Alvaro (31) ist Sprecher der ALDE-Fraktion für bürgerliche Freiheiten, Inneres und Justiz im Europäischen Parlament und Vorsitzender der „Kampagne für Parlamentsreform“. Seit Mai 2003 ist Alvaro Mitglied des Bundesvorstandes der FDP. Der gelernte Bankkaufmann und Jurist mit deutscher und portugiesischer Staatsangehörigkeit wuchs in Australien und Deutschland auf. Von 2000 bis 2005 war er Mitglied des Bundesvorstandes der Jungen Liberalen (JuLis), zuletzt als stellvertretender Bundesvorsitzender. Darüber hinaus engagiert er sich bei Amnesty International, im Deutschen Tierschutzbund und bei der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen. Mehr Informationen über Alexander Alvaro unter www.alexander-alvaro.de Pressekontakt: Martina Rozok, Tel: +49 (0)30 4004468-1

Nils Oskamp, Comiczeichner & Illustrator, Illustratoren Organisation e.V.
1969 in Bochum geboren, Mitbegründer des Illustratoren Organisation e.V., Diplom in Illustration und Grafik-Design. Dozent an der Animation School Hamburg sowie der Kunstakademie Leonardo (Hamburg). Preisträger des Hamburg Animation Award 2003. Initiator des deutschen Illustratoren Newsletters. Veröffentlicht in dem Comic „Déjà Vu“, herausgegeben anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des deutsch-französichen Comic Zeichner Seminars. Er lebt in Hamburg. Mehr unter www.oskamp.de

Marian Meinhardt-Schönfeld, Comiczeichner & Illustrator, Illustratoren Organisation e.V.
Geboren Ende 1970. Der gelernte Schauwerbegestalter studierte Kunst in Dresden. Einer der ersten Rapper Ostdeutschlands (Three M-Men). Grafiker des Buches „Déjà Vu“ und langjähriger Karstadt Art Direktor. Anfang der neunziger Jahre Karikaturist für „Dresdner Neueste Nachrichten“ und „Sächsische Zeitung“. Arbeitet als Illustrator und Comic-Szenerist in Dresden. Mehr unter www.mamei.com Illustratoren Organisation e.V. Deutscher Berufsverband der Illustratoren aus den Bereichen Verlag, Werbung, Film und Kunst. Er vertritt die beruflichen Interessen der Illustratoren und arbeitet für die Förderung der Illustrationskunst. Gegründet 2002, zählt er inzwischen über 350 Mitglieder im deutschspachigen Raum. Der kostenlose Newsletter des IO erreicht über 1.000 Empfänger weltweit. Mehr dazu unter www.io-home.de

Nataly Brombach, freie Texterin & Autorin
Jahrgang 1971; wechselt 1996 nach der Zwischenprüfung ihres Anglistik Studiums als Texterin in die Werbewelt. Seit 2003 bietet die Wahl-Düsseldorferin unter dem Namen „LexxHexx – Die Texte-Hexe“ Schreibkunst aller Art an. Zwar liegt der Schwerpunkt noch im Werbetext; jedoch sind nach ersten Veröffentlichungen im Kinderbuchsektor weitere angestrebt. Mehr unter www.LexxHexx.com

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