Weibliche Genitalverstümmelung beenden
Abigal und mit ihr tausende Mädchen können durch uns mit Ihrer Hilfe vor
dem Schicksal Weibliche Genitalverstümmelung gerettet werden.
Abigal ist 4 Jahre alt. Im Dezember wird sie nichtsahnend von ihrer Mutter
zur Beschneiderin gebracht. Gewaltsam festgehalten auf einem Stein,
wird ihr mit einer Rasierklinge ihr Sexualorgan, die Klitoris, herausgeschnitten.
Ihre Schreie, ihr Wehren – vergebens.
Abigal lebt in Kenia. Dort wird bei der Ethnie der Kisii, wie in Somalia, wo
UN-Sonderbotschafterin Waris Dirie aufwuchs, nahezu jedes Mädchen (96
%) Opfer weiblicher Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation /
FGM).
Unser Fulda-Mosocho-Programm
Weltweit sind 150 Mio. Frauen betroffen. Längst dringt das Problem durch
Migration zu uns nach Deutschland: über 30.000 Frauen leiden an den
Folgen. Tausende Mädchen und junge Frauen, vielleicht sogar in unserer
Nachbarschaft, sind von dem Ritual bedroht, das ihnen ihre Sexualität und
ein unversehrtes, gesundes Leben raubt. Nicht wenige verbluten.
Das Fulda-Mosocho-Programm hat seit 2002 in der Mosocho-Region Kenias
15.000 Mädchen vor der weiblichen Genitalverstümmelung gerettet.
Die Verstümmelungsrate sank um 70%. Das Projekt, das nach dem Wert-
Zentrierten Ansatz arbeitet, wurde zusammen mit Prof. Dr. Muthgard Hinkelmann-
Toewe, die diesen Ansatz entwickelte, vom EU-Parlament für
dessen Menschenrechtspreis nominiert.
Die Multiplikatoren/-innen von Mosocho gehen nun mit uns in drei Nachbarregionen, die angefragt haben. Dort leben 35.000 akut bedrohte Mädchen.
Auch in Deutschland gilt es, bedrohte Mädchen zu bewahren und Migrantenfamilien zu erreichen.
Was wir tun und wie
Wir:
- entsenden Fachkräfte unserer Organisation nach Kenia
- bilden dort in Seminaren zu Multiplikatoren /-innen aus
- unterstützen diese in der Praxis
Wir:
vermitteln Wissen und Know-How, mit denen Entscheidungen für die eigenen Töchter getroffen und dann ganze Jahrgänge von Mädchen gerettet werden
- knüpfen an, wo die Menschen stehen, erarbeiten zu ihren Fragen mit ihnen Antworten. Sie gehen bereichert nach Hause. Das schafft einen Run auf die Seminare
- erreichen so alle Zielgruppen, die das Schicksal der Mädchen in der Hand haben: Lehrer/-innen, Eltern,
Kirchenführer, Bürgermeister, Clanälteste, Beschneiderinnen…
- beziehen Männer bewusst mit ein: denken die Entscheidungsträger erst einmal um, heiraten ihre Söhne „Unversehrte“, ist Erfolg über Generationen garantiert
- befreien Mütter von unendlicher Last
Die Erfahrungen der Kenia-Arbeit nutzend leiten wir über Hilfe zur Selbsthilfe Hand in Hand nun auch mit Migranten/-innen erste Schritte zur flächendeckenden Überwindung der Problematik in Deutschland ein. |
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