Lebendige Kommunikation mit Frauen in ihren Kulturen -
Leb’Kom e.V.
LebKom e.V. - Wer wir sind
LebKom e.V. führt als gemeinnützige Organisation Projekte in Deutschland und Afrika/Kenia durch. Ziel: Mädchen schützen, Frauen stärken, Männer bewegen - Hand in Hand in ihren Kulturen.
LebKom e.V. feiert in diesem Jahr 25-jähriges Vereinsjubiläum. Der Verein wurde 1986 von Studierenden und Fachkräften der Sozialpädagogik gegründet, motiviert von Eindrücken der Weltfrauenkonferenz in Nairobi und den sich anschließenden Einladungen kenianischer Frauen. In ihren Lemhomes gaben sie uns Einblick in ihre gewaltgeprägte Familiensituation.
Hieraus entstanden Aktivitäten und Projekte in Kenia, aus der schon bald die entwicklungspädagogische Bildungsarbeit in Deutschland entstand. Anfang der 90er kam der dann der Bereich der psycho-sozialen, gesundheitsfördernden Arbeit in Deutschland hinzu.
Das Team von LebKom e.V. bilden Fachkräfte aus dem sozialen Bereich. Es wird durch Praktikant/innen und ein Netz von ehrenamtlich Aktiven verschiedener Berufsfelder unterstützt.
LebKom e.V. setzt bei der Arbeit in Afrika auf die Entsendung von Fachkräften, die nach dem wert-zentrierten Ansatz geschult sind.
LebKom e.V. arbeitet auf der Grundlage wissenschaftlicher Konzepte. Die Projekte werden begleitet durch unseren Wissenschaftlichen Beirat.
Aktuelle Schwerpunkte von LebKom e.V. in Kenia:
Das FULDA-MOSOCHO-Programm „GENITALVERSTÜMMELUNG IST ÜBERWINDBAR“, das auf dieser Homepage vorgestellt wird.
Weitere Projekte mit Menschen der Luo- und der Kisii Ethnie:
HIV-/ AIDS-Prävention
Gesunde Familienplanung
Eine Solarbox für jede Frauengruppe, Solar-Catering-Projekt
Durch unser Mitreiseprojekt „As Friends to Kenya“ www.mit-reiseprojekt-kenia.de können Interessierte vor Ort Einblick in unsere Projektarbeit nehmen: Transparenz durch direkte Begegnung.
Alle Projekte der Entwicklungszusammenarbeit wurden vom Center for PROFS in Zusammenarbeit mit den grassroot-people der jeweiligen Ethnien entwickelt und werden in der Umsetzung vom Center begleitet.
LebKom ist als NGO direkt in Kenia tätig. Das bedeutet, dass wir, anders als die meisten anderen Organisationen, Spenden nicht nur einfach weiterleiten, sondern vor Ort aktiv sind. Wir arbeiten dazu mit zahlreichen kenianischen Organisationen zusammen: Mosocho Enka Enya Development Organization, ADRA, YWCA, Selbsthilfegruppen, Frauengruppen, Jugendgruppen und Kirchen etc. LebKom ist in lokalen und nationalen Kommissionen wie dem District Departments für Gesundheit, Kultur, Bevölkerung und der Nationalen Kommission zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung vertreten. In dieser arbeiten wir aktuell am Nationalen Aktionsplan für Kenia mit.
Aktuelle Schwerpunkte in Deutschland / Landkreis Fulda
Arbeit mit Migrantinnen und Migranten
Auf- und Ausbau eines Kontaktnetzes zu afrikanischen Familien mit FGM-Hintergrund, um Schritt für Schritt mit diesen ins Gespräch zu dem sensiblen Thema weiblicher Genitalverstümmelung zu kommen.
„SCHRITT FÜR SCHRITT“: Maßnahme zur Stärkung der Integration junger afrikanischer Migrantinnen und Migranten in das Fuldaer Wirtschaftsleben“.
Arbeit mit sozial gefährdeten jungen afrikanischen Migrantinnen und Migranten, die in Fulda leben.
Psycho-soziale, gesundheitsfördernde Arbeit
Gespräche und Begleitung in schwierigen Lebensphasen, wie: Lebenskrisen, Ehe- und Beziehungsproblemen, Gewalt- und sexueller Missbrauchserfahrung, Problemen am Arbeitsplatz, u.a.
2009 führten wir mit Unterstützung von Ehrenamtlichen über 80 Veranstaltungen an über 40 Orten durch:
Workshops / Seminare / Infostände / Vorträge / Ausstellungen in verschiedenen Städten Deutschlands.
mit Schulen in Fulda und ganz Deutschland.
Derzeit bauen Ehrenamtlichen ein bundesweites Netz an LebKom-Regionalgruppen auf.
Derzeit bauen Ehrenamtlichen ein bundesweites Netz an LebKom-Regionalgruppen auf.
Vernetzung
LebKom e.V. kooperiert mit vielen Organisationen und ist u.a. Mitglied bei Social Watch Deutschland.
Der Verein ist stellvertretende Sprecherin von INTEGRA, Deutsches Netzwerk zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung dessen Schirmherr Bundespräsident Dr. Horst Köhler ist. Es vertritt 24 deutsche Organisationen, die sich zusammengeschlossen haben, darunter Unifem, Misereor, Plan und FIM – Frauenrecht ist Menschenrecht.
Aktuell erarbeiten wir mit der Bundesregierung einen Nationalen Aktionsplan und sind
dazu in der interministeriellen Bund-Länder-NRO-Arbeitsgruppe zur Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung aktiv.
Kampagne STOP FGM NOW
Jedes Jahr werden rund 3 Millionen Mädchen weltweit auf grausamste Weise an ihren Genitalien verstümmelt. Um ihrer Forderung „STOP FGM NOW!“ (Stoppt Genitalverstümmelung jetzt!) Nachdruck zu verleihen, startet Waris Dirie am 6. Februar 2010 – dem internationalen Tag „Null Toleranz gegen Genitalverstümmelung“ – eine internationale Kampagne. Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Menschenrechtsaktivistin dabei in Deutschland von führenden Organisationen, die sich im Kampf gegen FGM (Female Genital Mutilation) engagieren.
Zu den ersten Unterstützerorganisationen der Kampagne „STOP FGM NOW!“ zählen das Forschungs- und Praxisinstitut CENTER for PROFS, aus Fulda, sowie die eingetragenen Vereine Leb Kom, FIM - Frauenrecht ist Menschenrecht, Hammer Forum, (I)ntact und Terre des Femmes.
Waris Dirie, die auf dem Höhepunkt ihrer Karriere als TOP-Modell mit ihrem Bestseller „Wüstenblume“ das Thema FGM in die Weltöffentlichkeit brachte, im Zuge dieser Kampagne: „Ich will, dass alle Menschen auf dieser Welt meinen Traum träumen: Das Ende der Genitalverstümmelung – für alle Zeit.“ Um dieses Ziel zu erreichen, ist es wichtig, vorhandene Kräfte zu bündeln und weitere Unterstützer zu gewinnen.
Die wichtigsten Ziele der „STOP FGM NOW“ Kampagne sind: die aktuelle Situation betroffener Frauen in Deutschland zu verbessern, einen Durchbruch für den Schutz bedrohter Mädchen in Afrika und in Deutschland zu erzielen, politischen Forderungen Ausdruck zu verleihen und Interessierten konkrete Möglichkeiten zur Förderung und Unterstützung von Projekten zu geben.
Das CENTER for PROFS setzt bei seinem Kampagnen-Projekt ganz auf den Schutz bedrohter Mädchen, und damit auf Prävention. Allein in Deutschland leben über 5.000 Mädchen aus Zuwanderfamilien unter uns, denen das grausame Schicksal der Verstümmelung droht.
Um diese und weitere Mädchen zu bewahren, bitten wir Sie, liebe homepage-Besucherin, lieber homepage-Besucher, um Ihre konkrete Unterstützung für unser Kampagnen-Projekt:
Fulda-Mosocho-Programm (FMP) in Kenia und Deutschland
Das FMP will nicht „nur“ ein unschuldiges Kind vor der brutalen Entfernung seiner Klitoris retten, sondern Bewusstseins- und Verhaltensänderungen in tausenden Familien in Kenia und Deutschland anstoßen.
Seit 2002 gelang in Kenia in der Mosocho-Region einen flächendeckenden kulturellen Wandel in Gang zu bringen - 16.500 Mädchen sind dort bis heute bereits nachhaltig gerettet und geschützt. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie unter Projektvorstellung.
Entsandte Fachkräfte bildeten in Seminaren Schritt für Schritt lokale Expert/innen aus, die Know-How zur weiblichen und männlichen Anatomie, insbesondere zur Klitoris in Familien, an Schulen, auf Dorfversammlungen weitergeben. Die Verstümmelungsrate in den 14 Gemeinden der Mosocho-Region sank so um über 70 %.
Jede Spende hilft, die wichtige Arbeit in dieser Region fortzusetzen. Mit nur 60 € pro Jahr kann ein Mädchen bewahrt werden. Doch in den Nachbarregionen Mosochos sind 35 000 Mädchen noch akut bedroht. Seit 2004 bitten Mütter, Väter und regionale Entscheidungsträger um unsere Hilfe.
Um in aktiv werden und Erfolge in großer Dimension anstoßen zu können, fehlt die Finanzierung von Fachkräften. Wir rufen daher dazu auf, sich an unserer Aktion
„Fachkräfte zur Rettung von Tausenden von Mädchen – Jetzt!“
zu beteiligen. So suchen wir Unterstützer und Unterstützerinnen, die Anteile ab 500 € für Monatsgehälter von 1.500 € zur Entsendung einer Fachkraft übernehmen. Deren Auftrag: ein 3-Jahresprojekt anschieben, das Tausende von Mädchen nachhaltig vor dem grausamen Schicksal der Verstümmelung schützen wird.
Die Erfahrungen aus der Keniaarbeit nutzend, leitet das Fulda-Mosocho-Projekt auch in Deutschland Hand in Hand mit Migrant/innen erste Schritte zur flächendeckenden Überwindung ein.
Dazu bauen wir u.a. ein Kontaktnetz zu afrikanischen Familien aus Ethnien mit FGM-Hintergrund in der Fuldaer Region auf und wollen, sobald die Finanzierung gesichert ist, wöchentliche Sprechzeiten und Gesprächsangebote anbieten. Auch hierzu wird Unterstützung gebraucht.
Das Kampagnenplakat
und ein dazugehöriger TV-Spot
wurden von der renommierten
Werbeagentur Heymann Brandt de
Gelmini entwickelt. Sie wollen
aufrütteln, zur Diskussion anregen
und zu Unterstützung ermutigen.