Sacharov-Preis
Der Sacharow-Preis ist nach dem Friedensnobelpreis einer der wichtigsten
internationalen Menschenrechtspreise. Er wurde 1988 vom Europäischen
Parlament ins Leben gerufen und nach dem sowjetischen Menschenrechtler
Sacharow benannt.
Er wird außergewöhnlichen Persönlichkeiten und Organisationen verliehen, die
sich in vorbildlicher und mutiger Weise für die Wahrung der Menschenrechte in
der Welt einsetzen und denen gelungen ist, durch ihr Handeln nachhhaltige
Zeichen gegen Unterdrückung, Intoleranz und Ungerechtigkeit zu setzen.
Frühere Preisträger und Preisträgerinnen sind der ehemalige südafrikanische
Präsident und Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela, die Journalistin und
Schriftstellerin Taslima Nasreen aus Bangladesh und der sog. Vater des Prager
Frühlings, Alexander Dubcek.
Sacharow-Preis und Fulda-Mosocho-Projekt
Frau Prof. Dr. Muthgard Hinkelmann-Toewe und das von ihr ins Leben gerufene
Fulda-Mosocho-Projekt sind für den Sacharow-Preis 2006 nominiert worden für
ihre erfolgreiche Menschenrechtsarbeit in der Überwindung weiblicher Genital-
verstümmelung.
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FDP-Europaparlamentarier Alexander ALVARO: „Deutsches NGO-Projekt für Sacharov-Preis nominiert"
Straßburg/Brüssel, 7. September 2006 - Der FDP-Europaparlamentarier
Alexander ALVARO hat ein deutsches NGO-Projekt für den europaischen
Sacharov-Preis vorgeschlagen. „Das Fulda-Mosocho-Projekt setzt sich seit
2002 erfolgreich gegen die weibliche Genitalverstümmelung in Kenia ein", so
der innenpolitische Sprecher der Liberalen im Europäischen Parlament, ALVARO.
Das Projekt, das von Muthgard Hinkelmann-Toewe ins Leben gerufen wurde,
befasst sich mit dem Kampf gegen die brutale, schmerzhafte und entwürdigen-
de Genital Verstümmelung bei jungen Frauen in Kenia, auch Female Genital
Mutilation, FGM. Diese Praxis ist seit Jahrhunderten verfestigt und gesellschaft-
lich stark verankert.
ALVARO: „Dies macht es schwer, ein Umdenken in den Köpfen der dortigen Ge-
sellschaft zu bewirken. Durch Seminare, Workshops und Kurse vor Ort in Afrika,
beispielsweise für Lehrer, Klanalteste und Chiefs, konnte das Fulda-Mosocho-
Projekt jedoch bereits erste große Erfolge erzielen: Die Beschneidungsrate lag
in dem betreffenden Gebiet 2002 bei rund 98 Prozent; seit Beginn der Projekt-
arbeit konnte die Zahl der Verstümmelungen auf 66 Prozent gesenkt werden."
Nachdem ALVARO bereits Anfang Juli seine Unterstützung für die Nominierung
des Fulda-Mosocho-Projekts angekündigt hatte, startete er gemeinsam mit Nils
Oskamp (Illustratoren Organisation e.V.) eine Initiative, in der Künstler aufge-
fordert wurden, ihre Werke zu dem Thema Genitalverstümmelung für die Er-
stellung eines Bildbandes zur Verfügung zu stellen.
ALVARO: „Es freut mich zutiefst, dass innerhalb von wenigen Jahren durch das
Fulda-Mosocho-Projekt ein Umdenken initiiert werden konnte, wenn auch ein
gänzliches Ende-der grausamen Praxis weiterhin das Ziel sein muss. Ich hoffe,
dass das Europaische Parlament meinen Vorschlag unterstützt und die Bedeu-
tung dieses Projektes erkennt."
Nähere Informationen zu dem Fulda-Mosocho-Projekt erhalten Sie unter
www.fulda-mosocho-proiect.com oder bei Claudia Wegener, Tel.: +49 (0) 661
- 65062.
Weitere Informationen zu Alexander Alvaro:
Alexander Nuno Pickart Atvaro (31) ist Sprecher der ALDE-Fraktion für bürgerliche
Freiheiten, Inneres und Justiz und Vorsitzender der „Kampagne für Parlaments-
reform". Seit Mai 2003 ist Alvaro Mitglied des Bundesvorstandes der FDP. Der
gelernte Bankkaufmann und Jurist mit deutscher und portugiesischer Staatsan-
gehörigkeit wuchs in Australien und Deutschland auf. Von 2000 bis 2005 war er
Mitglied des Bundesvorstandes der Jungen Liberalen (JuLis). zuletzt als stellver-
tretender Bundesvorsitzender. Darüber hinaus engagiert er sich bei Amnesty In-
ternational, im Deutschen Tierschutzbund und bei der Stiftung für die Rechte zu-
künftiger Generationen.
Ansprach partner:
Martina Rozok, PR
ROZOK Communication Consulting
Sophienstraße 33a
D-10178 Berlin
T +49 30 4004468-1
C+49 170 23 55 88
F +49 30 4004468-9
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Elisabeth Bauer
Alexander Alvaro, MdEP
Alexander Alvaro, MdEP (FDP/ALDE)
Büro Alexander Alvaro, MdEP
Europäisches Parlament
ASP10G146
60 Rue Wiertz
B-1047 Brüssel
T +32 2 28 47 328
F +32 2 28 49 328
alexander.alvaro@europarl.eu.int
www.alexander-alvaro.de
Alexander Alvaro, MdEP
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Sacharov-Preis inspiriert zu Kunst-Projekt
Europäische Künstler unterstützen nominiertes Fulda-Mosocho-Projekt
Seit 1988 verleiht das Europaparlament jährlich den Sacharov-Preis für
Gedan-
kenfreiheit an Personen und Projekte, die sich für Menschenrechte
einsetzen.
In
diesem Jahr gehört das Fulda-Mosocho-Projekt zu den
Nominierten. Das Projekt
engagiert sich seit 2002 gegen die weibliche
Genitalverstümmelung (auch
Female Genital Mutilation, FGM) in Kenia. In
begleitender Kooperation mit den
Menschen dort konnten die Initiatorin
Prof. Dr. Muthgard Hinkelmann-Toewe und
ihre Mitarbeiter ein Umdenken
schaffen, das u. a. eine drastische Senkung der
Beschneidungsrate zur
Folge hatte.
Überzeugt von diesem Projekt, das weltweit
zu den
erfolgreichsten zählt, hat
der
EU-Parlamentarier Alexander Alvaro (FDP)
das Fulda-Mosocho-Projekt für die
Nominierung zum Sacharov-Preis
vorgeschlagen. Aus diesem Anlass haben
Alvaro
und der Zeichner Nils
Oskamp (von dem
deutschen Berufsverband
„Illustratoren
Organisation
e.V.“) in einer Initiative
Künstler aufgefordert, ihre
Werke zu dem
Thema Genitalverstümmelung für die
Erstellung eines Bildbandes
zur Verfügung
zu stellen. Die Illustrationen sind Teil
des Kunst-Projekts „ART
against
FGM“.
Mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler aus sieben Ländern beteiligten sich mit
über 150 Werken. Diese sollen dem Fulda-Mosocho-Projekt und weiteren Anti-
FGM-Organisationen kostenlos für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt werden.
Claudia Wegener vom Fulda-Mosocho-Projekt begrüßt dies: „Die Frauen, ob
direkt
oder
indirekt betroffen, werden ob der Solidarität und Anteilnahme, die
sich in den
Werken ausdrücken, begeistert und bestärkt sein.“
Viel Bestärkung erlebt das Fulda-Mosocho-Projekt in der Kisii-Region in Kenia, die
als
sehr traditionsverhaftet gilt. Dank des wertzentrierten Ansatzes konnten
Prof.
Dr.
Hinkelmann-Toewe und ihr Team dort ein neues Bewusstsein schaffen.
Das
gezielte
Vermitteln von Wissen und das Erarbeiten von neuen Wegen im
gemeinsamen Diskurs
haben hier eine kulturelle Revolution ausgelöst, die Ab-
schied nimmt
von der
Mädchenbeschneidung. Sollte diese Leistung mit dem
Sacharov-Preis honoriert werden,
wäre das Fulda-Mosocho-Projekt der erste
deutsche Träger dieser
Auszeichnung.
Das Fulda-Mosocho Projekt
Das Fulda-Mosocho Projekt, 2002 gegründet, ist eine Kooperation der
„Grassroot-
People“ der Kisii
Ethnie in Kenia, des Center for PROFS, Hochschule
Fulda sowie
des Vereins „Lebendige
Kommunikation mit Frauen in ihren Kultu-
ren“, Fulda. In
einem 3-jährigen Fortbildungsprogramm
wurden vor Ort in Kenia
Lehrerinnen und
Lehrer zu angesehenen MultiplikatorInnen ausgebildet.
Seminare für Clanälteste, Kirchenvorsteher, Chiefs folgten. In gleichberechtigtem
Dialog mit den
Einheimischen gelang es, bis Ende 2005 die Beschneidungsrate in
der Mosocho Region von 98 %
auf 32 % zu senken. 47 ehemalige Beschneider-
innen haben aus Überzeugung ihr Handwerk
niedergelegt. Über 4.000 unbe-
schnittenen Mädchen, in öffentlichen Großveranstaltungen als
vollwertige Mitglie-
der der Kisii-Gemeinschaft gefeiert, ist das Leid, das ihre Mütter, Großmütter und
Urgroßmütter seit Jahrhunderten ertragen mussten, erspart. Für sie ist die Ver-
wirklichung der
Menschenrechte Wirklichkeit geworden. Ziel ist, dies weiteren
Hunderten von Mädchen zu
ermöglichen. Mehr dazu unter www.fulda-mosocho-
project.com oder Tel.: +49 (0) 661–65062/Kontakt: Claudia Wegener.
Das Projekt „Art against FGM“
In nur fünf Wochen zur Unterstützung der Wahl des Fulda-Mosocho-Projektes für
den Sacharov
Preis initiiert und abgeschlossen. Über 150 Bilder und Comics tra-
fen aus Deutschland, Frankreich,
Spanien, Österreich, der Schweiz, Neuseeland
und den USA ein. Aufgrund der enormen
(An)Teilnahme eruieren die Organisa-
toren Nils Oskamp (Illustrator/IO), Marian Meinhardt-
Schönfeld (Illustartor/IO)
und Nataly Brombach (freie Texterin/Autorin), in enger Kooperation mit
Bera-
terinnen von Anti-FGM-Organisationen sowie den teilnehmenden Künstlerinnen,
eine
Erweiterung des Projektes.
Nach der Entscheidung zum Sacharov-Preis ist geplant, mit Hilfe von
Koopera-
tionspartnern, Stiftungen und Sponsoren aus Politik, Kultur und Industrie einen
Bildband
und eine Wanderausstellung durch Europa zu realisieren. Schon jetzt
wird das Projekt unterstützt
von der Druckerei Holtkamp, Lünen (für den Druck
des Einladungsbandes) und Station.ch
(Bereitstellung der Website). Mehr dazu unter www.art-against-fgm.com
Alexander Alvaro (FDP), MdEP:
Alexander Nuno Pickart Alvaro (31) ist Sprecher der ALDE-Fraktion für bürgerliche
Freiheiten,
Inneres und Justiz im Europäischen Parlament und Vorsitzender der
„Kampagne für
Parlamentsreform“. Seit Mai 2003 ist Alvaro Mitglied des Bundes-
vorstandes der FDP. Der gelernte
Bankkaufmann und Jurist mit deutscher und
portugiesischer Staatsangehörigkeit wuchs in
Australien und Deutschland auf.
Von 2000 bis 2005 war er Mitglied des Bundesvorstandes der
Jungen Liberalen
(JuLis), zuletzt als stellvertretender Bundesvorsitzender. Darüber hinaus enga-
giert
er sich bei Amnesty International, im Deutschen Tierschutzbund und bei der
Stiftung für die Rechte
zukünftiger Generationen. Mehr Informationen über
Alexander Alvaro unter www.alexander-alvaro.de. Pressekontakt: Martina
Rozok,
Tel: +49 (0)30 4004468-1
Alle Einsendungen (ausgewählte Werke als druckfähige Daten) und das PDF des
Einladungsbandes finden Sie unter www.art-against-fgm.com. Anfragen bezüg-
lich
druckfähiger Daten einzelner Bilder richten Sie bitte an Nils Oskamp
(nils@oskamp.de) oder
Marian Meinhardt-Schönfeld (mails@mamei.com).
Für direkte Anfragen in Bezug auf das „ART against FGM“-Projekt wenden Sie
sich bitte an:
Nataly Brombach
LexxHexx – Die Texte-Hexe + Auf der Böck 3 + 40221 Düsseldorf
spells@lexxhexx.com
fon: 0211 – 58 06 186 ++ fax: 0211 – 58 06 187
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Gezeichnet von der Tradition
Kunst gegen weibliche Beschneidung (Female Genital Mutilation)
Kunst gegen weibliche Genitalverstümmelung (ART against FGM – AAFGM)
ist eine Kooperation des Europaparlaments Brüssel mit der Deutschen „Illustra-
toren Organisation e. V.“ und dem Fulda-Mosocho-Projekt. Bei der Bekannt-
machung dieser Aktion in
Frankreich halfen der Verein „On a marché sur la Bulle“
(u.a. Veranstalter des Comic Salon
Amiens, im Projekt vertreten durch Aymeric
Nercisse) und Soline Scutella, zu Projektbeginn
tätig bei „16000 images“,
Association des professionnels de l' image, Angoulême. Auch die
internationale
Equipe freischaffender Künstlerinnen und Künstler aus Europa, den USA und
Neuseeland, die ihr gezeichnetes Statement für ein Ende der Genitalverstümme-
lung eingesendet haben, zählen dazu. Das Organisationsteam besteht derzeit
aus
Nils Oskamp – Illustratoren Organisation e.V., Hamburg
Marian Meinhardt-Schönfeld – Illustratoren Organisation e.V., Hamburg
Nataly Brombach – LexxHexx, die Texte-Hexe, Düsseldorf
Claudia Wegener – Fulda-Mosocho-Projekt, Fulda u. Mosocho Market
Initiation und Intention
des Projektes ist der kreative Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung
durch die
Unterstützung etablierter Organisationen wie dem Fulda-Mosocho-
Projekt. Dieses engagiert
sich seit 2002 gegen die weibliche Genitalverstümme-
lung (auch Female Genital Mutilation,
FGM) in Kenia. In begleitender Kooperation
mit den Menschen dort konnten die Initiatorin
Prof. Dr. Muthgard Hinkelmann-
Toewe und ihr Team ein Umdenken schaffen, das u.a. eine
drastische Senkung
der Beschneidungsrate zur Folge hatte. Überzeugt von diesem Projekt,
das
weltweit zu den erfolgreichsten zählt, hat der EU-Parlamentarier Alexander
Alvaro (FDP)
das Fulda-Mosocho-Projekt für die Nominierung zum Sacharov-Preis
vorgeschlagen. Aus
diesem Anlass haben Alvaro und der Illustrator Nils Oskamp
in einer Initiative Künstler aufgefordert, ihre Werke zu dem Thema Genitalver-
stümmelung für die Erstellung eines Bildbandes
zur Verfügung zu stellen. Die
Illustrationen sind Teil des Kunst-Projekts „ART against FGM“.
Dieses startete mit einem Aufruf in mehreren Sprachen, der über die Internet-
seiten europäischer Illustratoren-Verbände Künstlerinnen und Künstler in ganz
Europa und sogar Übersee
erreichte. Schon in der ersten Woche war ein großes
Feedback in Form der eingereichten
Werke zu verzeichnen. Auch viele Männer
fühlten sich von dem Thema betroffen und schickten ihre Arbeiten ein. Ein Anreiz
war dabei sicher auch die Art, wie diese bisher einmalige
Aktion das Humanitäre
und Kulturelle verbindet.
Bis zum Einsendeschluss am 24. August 2006 gingen über 150 Werke von mehr
als 100
Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland, Frankreich, Österreich,
Spanien, der Schweiz,
den USA und Neuseeland ein. Die Bildauswahl für den 32-
seitigen Einladungsband erfolgte in
Absprache mit dem Fulda-Mosocho-Projekt.
Dank der Unterstützung der Druckerei Holtkamp,
Lünen, konnten 1.000 Hoch-
glanz-Exemplare des Bandes „Women’s Art Protest against Female
Genital
Mutilation“ gedruckt werden. Die Düsseldorfer Software-Schmiede „Hexerei“
gestaltete
eine neue Startseite für das Fulda-Mosocho-Projekt, während die
Internetagentur Station.ch
für AAFGM eine virtuelle Bildergalerie erstellt, in der
alle eingesendeten Werke zu sehen sind.
Diese werden einerseits dem Fulda-Mosocho-Projekt und weiteren interessierten
Anti-FGM-Organisationen kostenfrei für ihre Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung
gestellt. Andererseits ist
geplant, nach der Entscheidung über den Sacharov-
Preisträger diese Illustrationen und Comics
in einem großen Bildband zusammen-
zufassen. Die Originalwerke sollen in einer Wanderausstellung auf die grausame
Praktik der FGM aufmerksam machen und in dieser kombiniert
werden mit
künstlerischen Arbeiten von Kisii-Menschen, die den durch das Fulda-Mosocho-
Projekt in Gang gebrachten kulturellen Wandel widerspiegeln. Denn auch in den Einwanderungsländern hat die FGM Auswirkungen; in Deutschland z. B. gibt es
keine Meldepflicht für Ärzte, die mit der Durchführung oder dem frischen Ergebnis
einer Beschneidung insbesondere
bei kleinen Mädchen konfrontiert werden. Auch
herrscht, z. B. bei Gynäkologen und Sozialarbeitern Bedarf an tragfähigen Per-
spektiven, wenn sie mit diesem Thema konfrontiert
werden. Darüber hinaus
sollen sowohl mit dem Bildband als auch mit den Ausstellungen
Spenden zur
Unterstützung des Fulda-Mosocho-Projektes und weiteren Anti-FGM-Orga-
nisationen gesammelt bzw. generiert werden.
Frau Prof. Dr. Hinkelmann-Toewe zeigte sich angesichts des Projektes und der Möglichkeiten,
die es eröffnet, mehr als angetan. In ihrem Dankesschreiben an
die Künstler schreibt sie: „Ihr
besonderes künstlerisches Engagement, meine
lieben Freundinnen und Freunde, trifft auf
besonderes Engagement, Hand in
Hand mit den Betroffenen die schlimme Sitte der weiblichen
Genitalverstümme-
lung erfolgreich zu beenden. Die Idee von Herrn Alvaro und Herrn Oskamp,
diese beiden Aspekte zu kombinieren, erweist sich als der voranbringende Weg.
Genau das
wollen wir - durch das Zusammenführen Ihres künstlerischen Engage-
ments und das des
Fulda-Mosocho-Projektes - Menschen erreichen, auf dass sie
sich konkret fördernd
einklinken, zum Wohle von Tausenden, Hunderttausenden
unschuldiger Mädchen.“
Basis-Informationen:
Weibliche Genitalverstümmelung (kurz: FGM)
ist eine Tradition in 28 afrikanischen
Ländern, in Teilen der arabischen Halbinsel und Asiens.
Unter unwürdigsten und
unhygienischsten Umständen werden jungen Frauen, Mädchen im
Alter zwischen
vier und acht Jahren und sogar weiblichen Säuglingen die Genitalien
verstümmelt.
Der Grad dieser Verstümmelung wird von der lokal herrschenden Tradition be-
stimmt; im
extremsten Fall (der sog. „Pharaonischen Beschneidung“ oder
Infibulation) werden
Venuslippen, Teile der Vulva und die Klitoris komplett ent-
fernt, bevor die Frauen bis auf eine
winzige Öffnung zugenäht werden. Laut
WHO ist die weibliche Genitalverstümmelung „die
schlimmste Form von Gewalt-
anwendung“.
Viele Mädchen und Frauen überleben den Eingriff nicht, andere sterben kurz da-
nach Blutverlust, Infektionen und andere Komplikationen fordern ihren Tribut.
Diejenigen, die überleben, haben unter den Folgen zu leiden, die die natür-
lichsten Vorgänge wie
Wasserlassen, Menstruieren oder gar Gebähren zur un-
sagbaren Tortur machen.
Schon jetzt liegt die Zahl der beschnittenen Frauen weltweit bei ca. 175 Milli-
onen;
schätzungsweise 6.000 Mädchen und Frauen (laut UNICEF sogar 8.000)
kommen
jeden Tag
hinzu. Nicht nur in deren weit entfernten Heimatländern,
sondern auch mitten unter uns, in
den Einwanderungsländern Europas.
Es sind die Greuel dieser Prozedur als auch die Nähe und Aktualität dieser Prob-
lematik, die
schon viele Frauen- und Menschenrechts-Organisationen aktiviert
und zur Gründung von
international und regional arbeitenden Projekten geführt
haben. Deren Hauptziel liegt in der
Bekämpfung der FGM durch die Vermittlung
von Wissen und das Schaffen von Alternativen.
Der direkte Diskurs mit den Be-
troffenen ist das wichtigste Werkzeug dieser Organisationen, zu
denen auch das
Fulda-Mosocho-Projekt zählt.
Das Fulda-Mosocho-Projekt
Das Fulda-Mosocho Projekt, in 2002 gegründet, ist eine Kooperation der
„Grassroot-People“ der Kisii Ethnie in Kenia, des Center for PROFS, Hochschule
Fulda sowie des Vereins „Lebendige Kommunikation mit Frauen in ihren Kultu-
ren“, Fulda. In einem 3-jährigen
Fortbildungsprogramm wurden vor Ort in Kenia
Lehrerinnen und Lehrer zu angesehenen
MultiplikatorInnen ausgebildet. Semi-
nare für Clanälteste, Kirchenvorsteher, Chiefs folgten. In
gleichberechtigtem
Dialog mit den Einheimischen gelang es, bis Ende 2005 die
Beschneidungsrate
in der Mosocho Region von 98 % auf 32 % zu senken. 47 ehemalige
Beschnei-
derinnen haben aus Überzeugung ihr Handwerk niedergelegt. Über 4.000
unbeschnittenen Mädchen, in öffentlichen Großveranstaltungen als vollwertige
Mitglieder der
Kisii-Gemeinschaft gefeiert, ist das Leid, das ihre Mütter, Groß-
mütter und Urgroßmütter seit
Jahrhunderten ertragen mussten, erspart. Für sie
ist die Verwirklichung der Menschenrechte
Wirklichkeit geworden. Ziel ist, dies
weiteren Hunderten von Mädchen zu ermöglichen. Mehr
dazu unter www.fulda-
mosocho-project.com oder Tel.: +49 (0) 661 – 65062/Kontakt: Claudia
Wegener.
Dr. Muthgard Hinkelmann-Toewe
Seit 1979 Professorin an der Hochschule Fulda (University of Applied Sciences)
im Fachbereich
Sozialwesen, zuständig für den Schwerpunkt Psycho-soziale
Beratung und
Gesundheitsförderung und für Gender Sciences. Gründete 1985,
bewegt durch die 3.
Weltfrauenkonferenz Nairobi, mit Studierenden, Prakti-
kerinnen und kenianischen Grassroot-Menschen das Forschungs- und Praxis-
projekt „Frauen in Kenia“, das, seit 1992 Teil des
Centers for PROFS, bei der
UNO akkreditiert, innovative Wege in der
Entwicklungszusammenarbeit als
Beitrag zur Realisierung von Menschenrechten geht.
Der europäische Sacharov-Preis für Gedankenfreiheit
wird seit 1988 jährlich vom Europäischen Parlament vergeben – an Personen
und Projekte, die
sich für Menschenrechte und die Gedankenfreiheit sowie
gegen Unterdrückung und
Ungerechtigkeit einsetzen. Benannt wurde er nach
dem russischen Dissidenten und
Friedensnobelpreisträger Andrei Sacharov.
Der mit 50.000 Euro dotierte Preis half damals
bereits, Nelson Mandela aus
seiner Gefangenschaft zu befreien. Mehr dazu unter
http://www.europarl.europa.eu/news/archive/freetext_page_archive/
20050818FTX00274-1301/default_de.htm
Alexander Alvaro (FDP), MdEP
Alexander Nuno Pickart Alvaro (31) ist Sprecher der ALDE-Fraktion für bürgerliche
Freiheiten,
Inneres und Justiz im Europäischen Parlament und Vorsitzender der
„Kampagne für
Parlamentsreform“. Seit Mai 2003 ist Alvaro Mitglied des Bundes-
vorstandes der FDP. Der
gelernte Bankkaufmann und Jurist mit deutscher und
portugiesischer Staatsangehörigkeit
wuchs in Australien und Deutschland auf.
Von 2000 bis 2005 war er Mitglied des
Bundesvorstandes der Jungen Liberalen
(JuLis), zuletzt als stellvertretender
Bundesvorsitzender. Darüber hinaus enga-
giert er sich bei Amnesty International, im
Deutschen Tierschutzbund und bei
der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen. Mehr
Informationen über
Alexander Alvaro unter www.alexander-alvaro.de Pressekontakt: Martina
Rozok, Tel: +49 (0)30 4004468-1
Nils Oskamp, Comiczeichner & Illustrator, Illustratoren Organisation e.V.
1969 in Bochum geboren, Mitbegründer des Illustratoren Organisation e.V.
Diplom in Illustration und Grafik-Design. Dozent an der Animation School
Hamburg sowie der
Kunstakademie Leonardo (Hamburg). Preisträger des
Hamburg Animation Award 2003.
Initiator des deutschen Illustratoren News-
letters. Veröffentlicht in dem Comic „Déjà Vu“,
herausgegeben anlässlich des
20-jährigen Jubiläums des deutsch-französichen Comic Zeichner
Seminars.
Er lebt in Hamburg. Mehr unter www.oskamp.de
Marian Meinhardt-Schönfeld,
Comiczeichner & Illustrator, Illustratoren
Organisation e.V.
Geboren Ende 1970. Der gelernte Schauwerbegestalter studierte Kunst in
Dresden. Einer der
ersten Rapper Ostdeutschlands (Three M-Men). Grafiker des
Buches „Déjà Vu“ und
langjähriger Karstadt Art Direktor. Anfang der neunziger
Jahre Karikaturist für „Dresdner
Neueste Nachrichten“ und „Sächsische Zeitung“.
Arbeitet als Illustrator und Comic-Szenerist in
Dresden. Mehr unter
www.mamei.com
Illustratoren Organisation e.V.
Deutscher Berufsverband der
Illustratoren aus den Bereichen Verlag, Werbung, Film und
Kunst. Er vertritt die
beruflichen Interessen der Illustratoren und arbeitet für die Förderung
der
Illustrationskunst. Gegründet 2002, zählt er inzwischen über 350 Mitglieder im
deutschspachigen Raum. Der kostenlose Newsletter des IO erreicht über 1.000
Empfänger
weltweit. Mehr dazu unter www.io-home.de
Nataly Brombach, freie Texterin & Autorin
Jahrgang 1971; wechselt 1996 nach der Zwischenprüfung ihres Anglistik-
Studiums als Texterin
in die Werbewelt. Seit 2003 bietet die Wahl-Düssel-
dorferin unter dem Namen „LexxHexx – Die
Texte-Hexe“ Schreibkunst aller Art
an. Zwar liegt der Schwerpunkt noch im Werbetext; jedoch
sind nach ersten
Veröffentlichungen im Kinderbuchsektor weitere angestrebt. Mehr unter
www.LexxHexx.com
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