Genitalverstümmelung erfolgreich beenden!

Fürspracheaktion

Starke Stimmen gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen (FGM)

Verfolgen Sie hier, wie jede Woche ein weiteres Statement von VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft, Bildung sowie auch von MigrantInnen und Jugendlichen hinzukommt, die sich für die Überwindung von weiblicher Beschneidung einsetzen.

Das Projekt „Los gehts! Mehr Freunde und Mitstreiter/Innen für den Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung in Afrika gewinnen “ wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.

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Die Statements – klare Positionen im Kampf gegen FGM:

Sandra Weide Fürsprecheraktion gegen Beschneidung LebKom e.V.

Sandra Weide


Sandra Weide
, 29 Jahre, Sozialwissenschaftlerin und Konfliktforscherin.

Während meines Studiums der Friedens- und Konfliktforschung beschäftigte ich mich intensiv mit der Thematik der weiblichen Genitalverstümmelung und verfasste dazu meine Abschlussarbeit.

Ich habe im Rahmen eines mehrwöchigen Praktikums beim Fulda-Mosocho-Projekt mitgewirkt und durfte Einblick in die Arbeit des Vereins LebKom e.V. nehmen. Aufgrund der strukturellen Zusammenhänge von FGM lässt sich die Praktik nicht allein durch gesetzliche Verbote überwinden. Es bedarf eines Aufbrechens der bestehenden frauendiskriminierenden Gesellschaftsordnung um eine Gesellschaft zu etablieren, in der das weibliche Geschlecht wertgeschätzt und somit gleichberechtigt ist.

FGM ist überwindbar, wenn sich die entwicklungspolitischen Maßnahmen dadurch charakterisieren lassen, dass man sich auf Augenhöhe begegnet, in den Dialog mit den betroffenen Menschen geht und diese nicht aufgrund der Praktik verurteilt, sondern gemeinsam bewusstseinsverändernde Maßnahmen entwickelt, die zu einer Wertschätzung der Frauen und Mädchen und somit zur Überwindung von FGM führt. Genau diese Grundhaltung macht das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT zu einem erfolgreichen Projekt zur Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung.

Weibliche Genitalverstümmelung hindert Frauen und Mädchen daran, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Durch die Beschneidung ihrer Genitalien wird ihnen auch ein Stück ihrer Würde herausgeschnitten. Das ist Unrecht. Wir alle sind gefragt, dafür Sorge zu tragen, dass die Würde jedes Menschen unantastbar bleibt.

 

Elzbieta Wasserfurth-Grzybowska Fürsprecheraktion gegen Beschneidung LebKom e.V.

Elzbieta Wasserfurth-Grzybowska


Elzbieta Wasserfurth-Grzybowska
, Magister der polnischen Philologie, Dozentin für Polnisch, Leibniz-Universität Hannover.

Im Jahr 2011 bin ich zum ersten Mal in Kenia gewesen. In Mosocho habe ich nicht nur damals, sondern auch im Jahre 2015 die Gelegenheit gehabt, die Stimme der von FGM betroffenen Frauen zu hören. Pathosfrei geschildert, hatten die Aussagen der Frauen eine gewaltige, mich erschütternde Kraft.

Heute weiß ich, dass die physischen und seelischen Verletzungen, sowie dessen Folgen für die Sexualität, das Ehe- und Familienleben verheerend sind.

Ich bin tief davon überzeugt, dass jeder Mensch und insbesondere eine Frau – als Lebensträgerin, Mutter oder potenzielle Mutter – das Recht auf ein unversehrtes, schmerzfreies und glückliches Leben hat.

Wir sollten also laut darüber reden, dass diesen Frauen – Opfer schwerer Menschenrechtsverletzung, die in vielen Ländern, auch in der EU, als Verbrechen verurteilt wurde – Unrecht angetan wird. Wir müssen sie in Schutz nehmen.

Es sollte uns dabei klar sein, dass die weibliche Genitalbeschneidung kein fernes, lokales Phänomen ist, sondern ein weltliches. Auch in Deutschland leben beschnittene Frauen.

Aufklärung und Prävention – wie das mit großem Erfolg von dem LebKom Fulda-Moscocho Projekt realisiert wird – spielen eine entscheidende Rolle in der Bekämpfung der entwürdigenden Tradition.

 

Petra Karg Fürsprecheraktion gegen Beschneidung LebKom e.V.

Petra Karg


Petra Karg
, Gleichstellungsbeauftragte des Odenwaldkreises. Diplom-Verwaltungswirtin. Erbach, Hessen.

FGM ist eine der größten Menschenrechtsverletzungen und dies hat mich schon viele Jahre beschäftigt. Es war und ist mir ein großes Anliegen, mich aktiv dafür einzusetzen, dass Mädchen und Frauen selbstbestimmt leben können. Ich möchte daher auch nicht tatenlos zusehen, wie viele unter den grausamen psychischen und physischen Folgen von FGM leiden müssen.
 
Die Ausstellung über das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT und insbesondere der gelebte Wert-Zentrierte Entwicklungsansatz haben mich so sehr beeindruckt und überzeugt, dass ich im Sommer 2015 ehrenamtlich in Kenia bei diesem Projekt mitgearbeitet habe.
Die wertvolle Arbeit in Fulda und vor Ort in Kenia mit den Einheimischen, an der ich als aktiver Teil partizipieren durfte, ist großartig und unermesslich wichtig. Das unglaubliche Engagement aller Beteiligten – nicht zuletzt auch der vielen Kenianerinnen und Kenianer, von denen ich bei meiner Arbeit in Kenia sehr viel lernen durfte und die mir eine Begegnung auf Augenhöhe stets mit ihrer beeindruckenden Offenheit sehr leicht machten – verdient große Demut und Unterstützung. Diese Erfahrung hat sich tief in mein Inneres eingebrannt.
 
 
 
Friderike Scheller Fürsprecheraktion gegen Beschneidung LebKom e.V.

Friderike Scheller


Friderike Scheller
, 25 Jahre, Studentin der Soziologie.

Aufmerksam auf das Thema Weibliche Genitalverstümmelung bin ich geworden durch einen Film – Wüstenblume. Dmamals war ich geschockt, wie man kleinen Mädchen so etwas antun kann und konnte es nicht fassen, wie stark gesellschaftliche Zwänge doch sein können. Inzwischen habe ich mich – auch in meinem Studium – eingehender mit Geschlechter- und Frauenforschung beschäftigt und verstanden, dass das Problem der Benachteiligung längst in unseren Gesellschaften angekommen ist. Nun kämpfe ich für Gleichberechtigung!

Kennengelernt durch meine Arbeit im Gleichstellungsbüro war ich erst fassungslos ob der Bilder und Videos zu der grausamen Praktik der Beschneidung, dann glücklich, dass es erfolgreiche Projekte gibt die seit Jahrzehnten den Kampf gegen diese Ungerechtigkeit nicht aufgeben. Das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT ist inzwischen so gefragt, dass sie Einladungen von der Bevölkerung vor Ort bekommen und somit ihre Hilfe gewünscht ist und nicht nur als ein weiteres Projekt „von denen aus dem Westen“ angesehen wird. Ist das nicht großartig? Einzigartig finde ich auch die Idee, Männer mit einzubeziehen. In dieser patriarchalen Gesellschaft ist es nur möglich eine Verhaltensänderung herbeizuführen, wenn die Mütter durch Verzicht der Beschneidung keine Angst mehr haben müssen ihre Töchter würden verstoßen. Durch Anerkennung der nicht-beschnittenen Frauen und Mädchen durch die Männer ist ein wichtiger Schritt getan!

Wir dürfen die Augen vor dieser Praktik nicht verschließen! Auch wenn es ein Tabuthema ist über Geschlechtsorgane zu reden, ist es doch nötig, um diese und alle zukünftigen Mädchen vor dieser ungerechten und grausamen Praktik zu bewahren.

 

Ingrid Model Fürsprecheraktion gegen Beschneidung LebKom e.V.

Ingrid Model


Ingrid Model
, 76 Jahre, Dipl.-Sozialpädagogin in Rente.
Hat jahrelang mit Kindern, Jugendlichen und Frauen gearbeitet. Ab 1990 Mit-Initiatorin und -arbeit im Frauenzentrum und Frauenhaus Cottbus.

Zum ersten Mal las ich Genaueres über FGM in der „Wüstenblume“.

Eine Frau aus meinem Wohnprojekt in Rostock erzählte mir von ihrer Reise nach Kenia mit dem Verein LebKom. Fasziniert von der Methode des Wert-Zentrierten Ansatzes, entschloss ich mich zur Mitreise.

Schon die Herangehensweise an diese Aufgabe finde ich klug und respektvoll: Jahrelang lernten die späteren Mitarbeiterinnen bei längeren Besuchen die Lebensweise der kenianischen Gastfamilien gründlich kennen, ehe sie auf Anfrage ihre Hilfe anboten.

Neu und sehr effektiv finde ich die Art des Aufklärens und Lehrens über FGM und vieles mehr: gleichberechtigt, herzlich, voll Achtung vor der Andersartigkeit der AfrikanerInnen.

Nach meiner Reise habe ich mehrere Informationsveranstaltungen durchgeführt, mit einer LebKom-Mitarbeiterin oder der Frau aus meinem Wohnprojekt über den sehr erfolgreichen Einsatz der Fuldaer Frauen gegen FGM.

Durch Mitreisen, Fördermitgliedschaft, Spenden oder verschiedene Aktionen haben wir alle die Möglichkeit, etwas beizutragen zur Überwindung der Praxis der Genitalverstümmelung mit meist lebenslänglichen gesundheitlichen Schäden oder oft tödlichem Ausgang für Mütter oder Kinder.

 

Hendrik Meyer Fürsprecheraktion gegen Beschneidung LebKom e.V.

Hendrik Meyer


Hendrik Meyer
, 22 Jahre. Schüler der Beruflichen Schule für Wirtschaft, Hamburg/Eimsbüttel.

Von der viel zu wenig beachteten Problematik der Genitalverstümmelung und vom FULDA-MOSOCHO-PROJEKT erfuhr ich im Schulunterricht. Die Thematik war mir völlig unbekannt und es folgte eine intensive Auseinandersetzung. Je mehr ich mich damit befasste, desto schockierter wurde ich angesichts der hohen Zahl der Opfer und der Gewissheit, dass weltweit alle 11 Sekunden eine Verstümmelung stattfindet.

Ich verspürte sofort den Wunsch, etwas zum Thema beizutragen. Zurzeit arbeite ich mit der BS 26 der Schule Hamburg Eimsbüttel unter anderem daran, durch das Projekt „Beautiful Flower“, welches wir im Rahmen eines Wettbewerbes des Bundespräsidenten Joachim Gauck erstellt haben, das brisante Thema mehr in der Presse und Öffentlichkeit zu platzieren. Unser Ziel ist vor allem stärkere Aufklärungs- und Informationsarbeit.

Mein Statement: Die Betroffenen haben ein Anrecht auf adäquate Unterstützung und die Beschneidungsrate muss rückläufig werden.

Hier finden Sie mehr Infos zum Projekt „Beautiful Flower“.

 

Sibylle Herbert Fürsprecheraktion gegen weibliche Beschneidung LebKom e.V.

Sibylle Herbert


Sibylle Herbert
, 73 Jahre,
Vorsitzende Freie Demokraten Fulda.

Mit dem Thema Weibliche Genitalverstümmelung verbinde ich unvorstellbares Leid, schreckliche Bilder, lebenslanges Trauma der Mädchen.

Intensiveren Kontakt zum Thema habe ich durch Bücher und Familie bekommen. Das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT kenne ich durch eine Ausstellung im Stadtschloss. Trotz des erschütternden Themas wird auch Zuversicht ausgestrahlt.

Mein Statement: Es ist an der Zeit, dass FGM endlich und für immer nirgends mehr vorkommen darf!

 

Jeannette Jahn-Dormagen Fürsprecheraktion gegen weibliche Beschneidung LebKom e.V.

Jeannette Jahn-Dormagen


Jeannette Jahn-Dormagen
, 51 Jahre, Bilanzbuchhalterin.

Weibliche Genitalverstümmelung/FGM bedeutet für mich, dass Gottes geniale Schöpfung und Schönheit des Menschen grausam beschnitten wird und viel Leid erzeugt wird.

Mit der Thematik FGM intensiver in Berührung gekommen bin ich innerhalb des FULDA-MOSOCHO-PROJEKTEs und durch den FIlm Wüstenblume. Ich habe das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT durch eine Bekannte kennengelernt und bin dann 2013 mitgereist nach Kenia. Vor Ort hat mich ganz besonders das persönliche Miteinander und der offene Umgang mit diesem Thema begeistert.

Mein Statement, um weitere Freunde und MitstreiterInnen im Kampf gegen die Beschneidung zu gewinnen: Bewahrt die Schöpfung und Schönheit und helft mit, weitere Mädchen zu retten!

 

Gerald Schade Fürsprecheraktion gegen Genitalverstümmelung LebKom e.V.

Gerald Schade


Gerald Schade
, 64 Jahre, Stellvertreter des Landtags (CSU)
und Erster Bürgermeister a.D., Röslau, Bayern.

Ich finde es grausam, wenn Mädchen verstümmelt werden und körperlich und seelisch leiden müssen, nur um Männern untergeordnet zu sein. FGM ist eine Verletzung des Menschenrechts auf körperliche Unversehrtheit.

Ich kenne das Projekt durch eine Veranstaltung am Otto-Hahn-Gymnasium in Marktredwitz. Ich finde es zielführend, weil hier regionale Akteure, besonders die Männer angesprochen und aufgeklärt werden um diese grausame Tradition zu beenden.

Wir werden das Problem FGM nicht emotional lösen können. Auch in Europa kommt es bei Flüchtlingen zu diesen grausamen traditionellen Verstümmelungen. Unser Rechtsstaat wird mit allen rechtstaatlichen Mitteln dagegen vorgehen. Dies bringt zwar eine Verminderung, aber grundsätzlich keine Lösung. Meiner Meinung nach gibt es nur Lösungsansätze in den Herkunftsländern dieser Traditionen.

Wenn es gelingt auf diesen lokalen Ebenen, gerade in Afrika, präventive Netzwerke aufzubauen, mit Kommunalpolitikern und Schulen, Medizinern und Pflegekräften, Religions- und Traditionsführern, Führungskräften aus Wirtschaft und Gesellschaft und vor allem den „normalen“ Männern kann es gelingen diese grausamen Vorgänge einzudämmen und zu stoppen. Nur durch persönliches Engagement und gezielte Entwicklungshilfepolitik wird dies möglich werden. Durch Stillschweigen und Wegsehen wird die Situation der gequälten Frauen nur noch verschlimmert, weil die Verursacher dieser Verstümmlungen sich bestätigt fühlen. Ich danke dem Team des FULDA-MOSOCHO-PROJEKTS für ihr großes Engagement.

 

Susanne Jacobs Fürsprecheraktion gegen Genitalverstümmelung LebKom e.V

Susanne Jacobs


Susanne Jacobs
, 35 Jahre, Lehrerin in Hamburg. Aktiv in der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft und engagiert sich in einem Pilotprojekt zur dualen Ausbildungsvorbereitung für MigrantInnen.

Ich bin eine Frau und weiß um die Sensibilität der weiblichen Genitalien. Bereits das Wissen, dass weltweit alle 11 Sekunden ein Mädchen in diesem empfindsamen Körperteil schmerzhaft verstümmelt wird, berührt mich selbst schmerzlich.

Eine sehr gute Freundin von mir hat mich auf das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT aufmerksam gemacht. Sehr ansprechend finde ich die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort in Kenia und den Einbezug beider Geschlechter in die Projektarbeit. Gesellschaftlicher Wandel von innen heraus, das ist meines Erachtens nachhaltig und der besondere Wert dieses Projektes. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort eine Vision entwickeln – das trägt!

Unversehrte Genitalien sind kein Luxus, sondern ein Menschenrecht!

 

Steve Lefang Fürsprecheraktion gegen Weibliche Genitalverstümmelung LebKom e.V.

Steve Lefang


Steve Lefang
, 33 Jahre, Technical Account Manager
bei Philips Healthcare,  IT Lösungen. In seiner Freizeit Vorstandsvorsitzender von EyesOnCameroon e.V.

Ich komme aus Kamerun. Im Norden des Landes wird FGM praktiziert. Aber dadurch, dass ich nicht aus dieser Region abstamme, hatte mich das Thema nur am Rande interessiert. Vor einigen Jahren habe ich das Buch Wüstenblume von Waris Dirie gelesen, welches mir die Augen öffnete und mich sehr tief berührt hat.

Solche veralteten traditionellen Praktiken und die Erniedrigung der Frauen auf diese Art und Weise soll man bekämpfen. Ich bewundere den Einsatz der Menschen, die sich im FULDA-MOSOCHO-PROJEKT zur Überwindung der Weiblichen Genitalverstümmelung engagieren.

Nur gemeinsam wird es möglich sein, die Praktik FGM in den betroffenen Regionen abzuschaffen. Stellen wir uns ALLE quer, wenn es um die Verletzung dieses Menschenrechts geht. Wir dürfen nicht mehr länger Zuschauer sein!

 

Mona Jahn, 19 Jahre, Schülerin.

Ich bin durchdas Mitreiseprojekt As Friends to Kenya auf das Thema aufmerksam geworden. Die Vorstellung, dass einer Frau ein so schlimmes Leid angetan wird, welches sie ein Leben lang verfolgt, ist für mich eine grausame Vorstellung. Keine Frau auf dieser Welt sollte diese Schmerzen erleiden müssen.

Im Anschluss an meinen Afrikaaufenthalt habe ich bis heute nicht aufgehört, alles zu diesem Thema zu lesen, was ich in die Finger bekomme.

Ich finde die Projekte von LebKom e.V. toll, denn sie bieten einen guten Einblick in die arikanische Kultur und die Lebensweise in Afrika. Besonders gut finde ich das Engagement des Projekts zur Abschaffung von FGM, auch wenn es einige Nerven kostet tatsächlich betroffenen Frauen zu begegnen und ihre Geschichten zu hören.

Jede Frau kann sich in die Lage versetzen, in der sich bedrohte afrikanische Mädchen und Frauen befinden. Ich bitte sehr darum, die Zusammengehörigkeit nicht zu vergessen. Es könnte jede Frau in Europa genauso gut auch in Afrika geboren sein. Würden Sie sich eine solch schmerzhafte Prozedur für Ihre Töchter und Enkelinnen wünschen?

 

 

Isabelle Kalt Fürsprecheraktion gegen Genitalverstümmelung LebKom e.V.

Isabelle Kalt


Isabelle Kalt
, 53 Jahre, wohnhaft in der Schweiz, Ingenieurin, verheiratet und Mutter von zwei Jungen.

Generell fand ich es schon als junges Mädchen eine grauenhafte Vorstellung, wie man anderen jungen Mädchen so etwas wie die Weibliche Genitalverstümmelung antun kann. Ein erfülltes Liebesleben trägt auch zu einem glücklichen Leben bei.

Dank einem Mitreiseprojekt von LebKom hatten wir als ganze Familie einen sehr guten Einblick in die Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit, die LebKom e.V. in Kenia leistet.

Die Leute vor Ort waren sehr glücklich über die Unterstützung durch das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT zur Überwindung der Weiblichen Genitalverstümmelung. Es ist ein sehr gutes Projekt, das wir immer noch gern durch Spenden unterstützen.

Das Mitreiseprojekt und generell Infos bei LebKom geben einen guten Einblick in die Arbeit gegen Genitalverstümmlung und auf der Reise lernt man ebenfalls das tägliche Leben der Bevölkerung, ihre Sorgen und Ängste gut kennen.

Mein Statement, um weitere Freunde und Mitstreiter/Innen im Kampf gegen FGM zu gewinnen: Es gibt auf der ganzen Welt absolut keine Rechtfertigung und kein überzeugendes Argument, jungen Mädchen Genitalverstümmlung anzutun.

 

Vera Dicke Fürsprecheraktion gegen Genitalverstümmelung LebKom e.V.

Vera Dicke


Vera Dicke
, 26 Jahre, Studentin der Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Frankfurt, hat in Entwicklungsprojekten in Ecuador gearbeitet und das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung in Kenia besucht.

Ich muss beim Thema Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) immer daran denken, welch große Angst jede patriarchalische Gesellschaft vor gesunden, starken Frauen hat – deshalb wurden sie Jahrhunderte lang in Korsetts eingeschnürt, ihre Füße eingebunden und Bildung ihnen vorenthalten. FGM ist keineswegs ein Problem des „wilden Afrikas“, sondern Ausdruck eines globalen Phänomens. Deswegen geht es auch uns etwas an.

Ich habe mich im Studium sehr viel mit Entwicklungspolitik auseinandergesetzt. Während über ungewollte Schwangerschaften oder AIDS ohne Hemmungen gesprochen wird und es zahlreiche Projekte und Ansätze dazu gibt, wird über FGM nur selten diskutiert. Wirklich intensiv befasst habe ich mich mit der Thematik beim Besuch des FULDA-MOSOCHO-PROJEKTES zur Überwindung Weiblicher Genitalverstümmelung in Kenia.

Der Besuch des Projektes hat mich davon überzeugt, dass gesellschaftlicher Wandel dann möglich ist, wenn er nicht von oben doktriniert wird, sondern aus der Mitte der Gesellschaft kommt und es Partner gibt, die mit Verständnis und Geduld unterstützen, ohne vorzuschreiben. Besonders beeindruckt hat mich die Tatsache, dass das Projekt von den betroffenen Frauen selbst ausging. Denn eigenverantwortliche Entwicklung bedeutet nicht, alles selbst zu schaffen, sondern zu wissen, wo man Unterstützung braucht, und diese aktiv einzufordern.

Mein Statement für weitere Freunde und Mitstreiter/Innen im Kampf gegen FGM:
Die Begegnung mit den starken Kisii-Frauen hat mir gezeigt, dass die Würde und der Wille zur Selbstbestimmung auch mit solchen Praktiken wie FGM nicht gebrochen werden kann. Sie sind keineswegs einfach nur „Opfer“, sondern können gegen diese Praxis ankämpfen, wenn wir ihnen die richtige Unterstützung geben. Deshalb ist es vor allem ihre starke Stimme, der wir zuhören müssen!

 

Dr. phil. Alexander Zwickies Fürsprecheraktion gegen weibliche Genitalverstümmelung LebKom e.V.

Dr. Alexander Zwickies


Dr. phil. Alexander Zwickies
, 36 Jahre,Verwaltungsmitarbeiter des Gleichstellungsbüros der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

FGM stellt für mich eine massive und elementare Verletzung der körperlichen Unversehrtheit von Frauen dar – deren Ausmaß Männer oftmals kaum erfassen und in ihren Dimensionen kaum nachvollziehen können.

Bis zur Übernahme der Wanderausstellung „Wonder of the Female Body“ war ich ungeachtet meiner beruflichen Tätigkeit in einem Gleichstellungsbüro mit dem Thema FGM noch nicht intensiver in Berührung gekommen.

Durch den Vortrag einer Ehrenamtlichen von LebKom e.V. wurden wir auf das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT aufmerksam und waren neben der langen Laufzeit des Projektes – die für seinen Erfolg ebenso wie für seine Nachhaltigkeit spricht – vor allem vom Engagement und dem wertschätzenden Agieren der Mitwirkenden beeindruckt. Mein Statement: Der Kampf gegen Verletzung und Verstümmelung von Frauen sollte jedem (und auch jederMANN) ein Anliegen sein – in einer globalisierten Welt, in der vermeintlich ferne Probleme uns immer näher rücken, erst recht.

 

 

 

Ludwig Grüner, 57 Jahre, Architekt, Recklinghausen.

FGM ist für mich eine völlig überflüssige Praktik. Wenn Schöpfung gewollt hätte, dass Frauen ohne Klitoris sein sollten, wären sie ohne diese geboren! Nachträglich entfernen ist Eingreifen von Menschen in Schöpfung.

Ich habe Bücher zu FGM gelesen und mir den Film Wüstenblume angesehen.

Zuvor dachte ich, Beschneidung gibt es nur bei Jungen. Durch Gespräche mit Mitarbeiterinnen von LebKom e.V. und durch die schriftlichen Dokumentationen des Vereins wird deutlich, dass ein kleiner Verein Unmengen erreichen kann. Ich finde sehr beeindruckend, wie viele Mädchen vor dieser grauenvollen Prozedur bewahrt wurden: zur Zeit über 20.000 Mädchen! Ich hatte hier und da zuvor Informationsmaterial anderer Institutionen gelesen, aber nur auf den Seiten vom FULDA-MOSOCHO-PROJEKT lesen können, was alles geschafft ist und nicht, was alles in Zukunft geschafft werden will. Ich habe den Eindruck, dass mein Spendengeld für diesen Verein nachhaltig, effektiv und zielorientiert verwendet wird.

Ich nutze sich bietende Gelegenheiten, um offen zu FGM zu sprechen und empfehle Leuten, in den Verein einzutreten, denn so ein Verein braucht Gelder, um seine Ziele zu erreichen.

 

Sabine Gentzsch Fürsprecheraktion gegen Genitalverstümmelung LebKom e.V.

Sabine Gentzsch


Sabine Gentzsch
, 60 Jahre, Einzelhandelskauffrau aus Erfurt,
Thüringen, seit vielen Jahren ehrenamtlich bei LebKom e.V. engagiert und bereits mehrfach vor Ort in Kenia.

Ich bin gegen diese grausame Verstümmelung an Frauen und Mädchen und es ist sehr wichtig, dass dagegen was gemacht wird und die kommende Generation vor dieser Qual zu beschützen.

Ich habe mit einer Mitarbeiterin von LebKom e.V. Vorträge zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung an Schulen durchgeführt, mich im Rahmen des Mit-Reiseprojektes „As Friends to Kenya“von LebKom e.V. intensiver mit dem Thema befasst und lese auch Bücher darüber.

Ich finde den Wert-Zentrierten Ansatz des FULDA-MOSOCHO-PROJEKTES zur Überwindung Weiblicher Genitalverstümmelung sehr gut. Es wird mit 50% Frauen und Männern gearbeitet. Es wird ihnen ein Weg aufgezeichnet, wie es auch ohne Beschneidung geht.

Um weitere Freunde und Mitstreiter/Innen im Kampf gegen FGM zu gewinnen, mache ich meine Mitmenschen auf dieses Thema aufmerksam und darauf, dass es möglich ist, diese alte Tradition zu verlassen.

 

Sean Fürsprecheraktion gegen Weibliche Genitalverstümmelung LebKom e.V.

Sean


Sean
, 15 Jahre, Schüler aus Recklinghausen, in seiner Freizeit Tontechniker seiner
Schulband.


Ich bin ein Mensch, der für Gerechtigkeit ist und so kam ich zu dem Thema Weibliche Genitalverstümmelung. Ich hatte hin und wieder Worte aufgeschnappt und auch Plakate zu FGM gesehen, die mein Interesse geweckt hatten. Daraufhin habe ich im Internet recherchiert und bin u.a. auf die Website von LebKom gegangen.

Intensiver habe ich mich mit dem Thema befasst, als ich mit meiner Mutter bei einem Mit-Reiseprojekt von LebKom e.V. nach Kenia gereist bin. Mir wurde dort von einer Mitarbeiterin näher von den Schulungen zu FGM berichtet und ich besuchte das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT. Die Vorgehensweise des Projektes finde ich toll. Es hat klein angefangen und ist immer größer geworden. Es ist durch Schulungen und durch die Verbreitung des Wissens, aus dem hervorgeht, dass FGM nicht nötig ist, gewachsen. Das beeindruckt mich.

Für weitere Freunde und Mitstreiter/Innen im Kampf gegen FGM erzähle ich Menschen, dass dieses Projekt Frauen in Kenia stärkt und ihnen viel Schmerzen erspart. Seine Arbeit ist sehr erfolgreich und ich wünsche mir, dass es weiter so stark wächst und weiter so viel Unterstützung bekommt.

 

Magda Weldegiorgis Fürsprecheraktion gegen FGM LebKom e.V.

Magda Weldegiorgis


Magda Weldegiorgis
, 23 Jahre alt,
aufgewachsen in München mit eritreischen Wurzeln, studiert im 3. Semester „Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Interkulturelle Beziehungen“ an der Hochschule Fulda.

FGM scheint vielen ein gelöstes Problem zu sein und doch leiden weltweit junge Frauen an veralteten Traditionen.
Ein wichtiger Schritt in der Politik ist schon getan, in dem FGM z.B. in Eritrea seit dem März 2007 verboten ist. Nun geht es durch Aufklärung und Weiterbildung darum, die Bevölkerung betroffener Länder tatkräftig bei der Unterbindung von FGM zu unterstützen.
Das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT ist ein großartiges Vorreiterprojekt, das sich äußerst erfolgreich seit vielen Jahren dafür einsetzt. Ich hoffe, dass durch seine Arbeit weiterhin viele, viele Mädchen bewahrt werden können und wünsche dem Team viel Ausdauer und Kraft für die bevorstehenden Aufgaben!

 

Hans-Otto von Danwitz Fürsprecheraktion gegen FGM LebKom e.V.

Hans-Otto von Danwitz


Hans-Otto von Danwitz
, 56 Jahre, weit gereister Priester aus der katholischen Pfarrei St Lukas, Annakirche, Düren, pilgerte von Düren bis Rom und nach Jerusalem und absolvierte während des Studiums ein Gastjahr an der Elfenbeinküste.

Ins Bewusstsein gerückt ist das Thema Weibliche Genitalverstümmelung durch eine Ausstellung in der Annakirche in Düren. Mit der Thematik FGM intensiver in Berührung gekommen bin ich durch einen Arzt, der einen Freiwilligendienst in Afrika geleistet hat und der von den Leiden der Frauen berichtete, die zu ihm als Gynäkologen kamen, und davon, wie schwer ihre Geburten waren.

Überzeugend am FULDA-MOSOCHO-PROJEKT finde ich, dass es nicht die „Besserwisser“ aus dem reichen Norden sind, die gegen FGM angehen, sondern dass es Frauen vor Ort sind, aus dem eigenen Volk, die mit Unterstützung von Frauen aus Deutschland für eine Bewusstseinsänderung eintreten. Gewalt ist nicht durch Gegengewalt zu lösen. FGM ist nicht einfach zu verbieten. Nur durch Überzeugung und langsam wachsende Änderung im Denken und Handeln hört FGM auf. Das braucht Solidarität und Unterstützung von Frauen und Männern auf der ganzen Welt.

 

Manfred Floßdorf Fürsprecheraktion gegen FGM LebKom e.V., Copyright Aachener Nachrichten

Manfred Floßdorf. Bildrechte: Aachener Nachrichten


Manfred Floßdorf
, 54 Jahre, Leiter einer Kindertageseinrichtung, einziger Mann neben 200 Frauen in den 23 Kindergärten der AWO, Kreisverband Düren

Als ich das erste Mal von Weiblicher Genitalverstümmelung hörte, konnte ich mir kaum vorstellen, dass es sowas gibt. Eine absolute Grausamkeit und in gewisser Weise ein Missbrauch, wenn Kinder eigentlich gar keine Chance haben, sich zu wehren, im Kindesalter schon ihrer Freiheit beraubt werden und dann so auf grausame Art und Weise verstümmelt werden.

Ausschlaggebend dafür, dass ich mich mit dem FGM Intensiver befasst habe, ist meine Mitarbeit bei den Aktionen von LebKom e.V. Dies hat mir die Augen dafür geöffnet, dass es dieses grausame Ritual gibt hier auf unserer Welt, Und nicht nur in Afrika, sondern auch im so tollen Europa.

Was mich am FULDA-MOSOCHO-PROJEKT sehr anspricht, ist das Engagement, das die Mitstreiterinnen und Mitstreiter vorantreibt, immer wieder und unermüdlich. Ich denke, dadurch wird es immer mehr Menschen geben, die sich mit dieser Thematik beschäftigen und sie darin unterstützen.

Mein Statement, um weitere Freunde und Mitstreiter/Innen im Kampf gegen FGM
zu gewinnen: Auf jeden Fall weiter machen! Und immer wieder darüber sprechen, damit es in den Köpfen der Menschen ankommt und es immer mehr werden, die anderen davon erzählen. Und in Afrika, wo es Kinder, Menschen – Mädchen und junge Frauen – betrifft: dass da ein Umdenken passiert, weil es FGM langfristig einfach nicht mehr geben darf.

 

Alexander Schild Fürsprecheraktion LebKom e.V. gegen Genitalverstümmelung

Alexander Schild


Alexander Schild
, 36 Jahre, Polizeihauptkommisar, sucht als Hubschrauberpilot bei der hessischen Polizei mit den Kollegen seiner Fliegerstaffel nach Vermissten und fahndet nach Straftätern.

Die äußerst beeindruckende Schilderung in Waris Dirie „Wüstenblume“ brachte mich das erste Mal mit dem Thema FGM in Kontakt. Ich hatte das Buch auf Englisch gelesen. Obwohl mir nicht alle Begriffe geläufig waren, musste ich das Buch bei Seite legen und erst einmal tief durchatmen. Schauder wäre ein zu milder Begriff.

Nach der Lektüre des Buches kam ich zufällig in den persönlichen Kontakt mit LebKom e.V., so dass ich mich intensiver mit der Thematik beschäftigen konnte.

Das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT kenne ich durch die örtliche Nähe zu Fulda. Besonders spricht mich daran der nachhaltige Wert-Zentrierte Ansatz an. Es ist ein absolut nachhaltig wirkendes Projekt für weniger weibliches Leid, auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Überzeugender geht es nicht mehr. Der Erfolg spricht für sich.

 

Antja Tillmann Fürsprecheraktion gegen Genitalverstümmelung LebKom e.V

Antje Tillmann


Antje Tillmann
, geb. 1964.
Schon mit 14 Jahren politisch aktiv. Heute MdB und finanzpolitische Sprecherin der CDU/CSU Bundestagsfraktion. Lebt in Erfurt/Thüringen.

Mit dem Thema FGM bin ich schon mehrfach in Berührung gekommen. So gab es beispielsweise an der Schule meiner Tochter ein Projekt, dass sich mit dem Thema weibliche Genitalverstümmelung beschäftigt hat. Auch durch das Buch Wüstenblume habe ich mich mit dem Thema befasst und im Zuge der Gesetzgebung über die Beschneidung von Jungen 2012. Hier hat der Bundestag klargestellt, dass die Erlaubnis, die männliche Beschneidung unter bestimmten Voraussetzungen durchzuführen, keinesfalls zu einer Rechtfertigung einer weiblichen Genitalverstümmelung führen kann.

Die weibliche Genitalverstümmelung ist eine grausame Tradition. Ich bin immer wieder entsetzt, was den Mädchen und Frauen, oftmals mit Billigung der Eltern, angetan wird. Hier gilt es, entschieden für das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung einzutreten.

Das FULDA-MASOCHO-PROJEKT habe ich durch meine Tochter kennengelernt. Ich schätze an dem Projekt, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unermüdlich und mit viel Engagement gegen die weibliche Genitalverstümmelung einsetzen.

Wir haben in Deutschland und Europa das große Glück, in einer aufgeklärten, humanistischen und wohlhabenden Gesellschaft zu leben. Dieses Glück gilt für viele Teile der Welt nicht. Ich halte es deshalb für selbstverständlich, uns dafür einzusetzen, dass möglichst viele Menschen Anteil an diesem Glück haben. Kinder sollen wohlbehütet und ohne Angst und Sorgen aufwachsen können.

 

Elke Künholz Fürsprecheraktion gegen Weibliche Genitalverstümmelung LebKom e.V.

Elke Künholz


Elke Künholz
, 56 Jahre, Erste Kreisbeigeordnete im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Für mich ist FGM eine massive Menschenrechtsverletzung mit weitreichenden psychischen und physischen Folgen. Seit mehr als 30 Jahren befasse mich mit dieser Thematik. Wir haben als Landkreis schon Kooperationen mit dem FULDA-MOSOCHO-PROJEKT durchgeführt. Ich schätze die Nachhaltigkeit dieses Projektes.
Mein Statement für weitere Freunde und Mitstreiter/-innen im Kampf gegen FGM:
Stellen Sie sich vor, dass Sie persönlich oder Ihre Tochter von FGM betroffen wären. Handeln Sie! Viele Mitstreiter verändern die Welt.

 

Beate Ebeling Fürsprecheraktion gegen FGM LebKom eV

Beate Ebeling


Beate Ebeling
, 56 Jahre, Leiterin des Gleichstellungsreferates und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg.

Weibliche Genitalverstümmelung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ein grausames Verbrechen an Mädchen und Frauen, nur weil sie weiblich sind. Die Folgen für die Frauen sind schrecklich: viele Betroffene sterben, die Überlebenden leiden ein Leben lang.

Seit langem beschäftigt mich daher dieses Thema sowohl persönlich als auch beruflich. Und so habe ich auch gern hier in Wolfsburg 2014 die Ausstellung von LebKom e.V. „Wonder of the femal body“ gezeigt, die sehr eindrücklich darstellt, „WIE ein kultureller Wandel“ zu erreichen ist. Ganz besonders beeindruckt war ich von den Bildern und Texten, die so viel Lebensfreude ausstrahlen und die zeigen, dass Veränderungen möglich sind.

Am FULDA-MOSOCHO-PROJEKT fasziniert mich vor allem der Wert-Zentrierte Ansatz, der von UNICEF als einer der besten Ansätze weltweit im Kampf gegen FGM bezeichnet wird. Die Projekte gegen FGM werden Hand in Hand mit den Frauen und vor allem den Familien durchgeführt; die Anliegen, Probleme und Ziele der Frauen stehen im Mittelpunkt. Ich bin begeistert von dem großen Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die mit ihrem hohen persönlichen Einsatz dafür sorgen, dass die Arbeit vor Ort durchgeführt werden kann, aber auch die Öffentlichkeit immer wieder aufgerüttelt wird.

 

 

Elena Reus Fürsprecheraktion LebKom e.V gegen weibliche Genitalverstümmelung

Elena Reus


Elena Reus
, 25 Jahre, ist Studentin im Masterstudiengang Archäologie in Tübingen.

Mit dem Thema Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) verbinde ich entsetzliches Leid. Ich habe das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT durch meine Tante kennengelernt und die Wanderausstellung in Lauterbach besucht. Das Projekt bewirkt etwas. Gerne engagiere ich mich nun für eine gute Sache. Leid zu verhindern, sollte jedem Menschen ein inniges Anliegen sein.

 

Artur Storch Fürsprecheraktion LebKom e.V. gegen Weibliche Genitalverstümmelung1

Artur Storch


Artur Storch
, 58 Jahre, aus Hessen, kommt beruflich aus dem Bereich der Nachrichtentechnik, ist Pensionär und ehrenamtlicher Helfer.

Ich beschäftige mich mit dem Thema Weibliche Genitalverstümmelung, denn ich arbeite ehrenamtlich für Lebkom e.V. in Fulda. Am Weltfrauentag habe ich Geburtstag. Ich glaube, dass das Thema FGM mich ausgesucht hat. Durch die Reise einer guten Bekannten nach Kenia (im Rahmen des Mitreiseprojektes „As Friends to Kenya“ von Lebkom e.V.) hat diese mich mit dem FULDA-MOSOCHO-PROJEKT bekannt gemacht. Mir gefällt der Lösungsansatz, der offensichtlich für die betroffenen Menschen der Richtige ist, denn sie verlangen danach.
FGM ist eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen auf dieser Erde. Diese zu überwinden, ist eigenes Engagement und Mühe wert. Es hilft den Mädchen, den Frauen, den Familien und allen Menschen in den betroffenen Gebieten. Es bringt ihnen Würde, Freiheit und Frieden.

 

Gertraud Nickl Fürsprecheraktion LebKom e.V. gegen weibliche Genitalverstümmelung1

Gertraud Nickl


Gertraud Nickl
,  Oberstudiendirektorin und Schulleiterin des Otto-Hahn-Gymnasiums in Marktredwitz, im Dezember 2015 verstorben.

Zum ersten Mal bin ich mit dem Thema weibliche Genitalverstümmelung über das Buch von Waris Dirie in Kontakt gekommen. Ich war schockiert, weil ich bis dahin noch nie etwas von einer Beschneidung bei Frauen gehört hatte. Das Thema hat mich fortan interessiert. Ich habe mir dann auch die Verfilmung des Buches angeschaut und blieb für das Projekt sensibilisiert. Wegen dieser Sensibilisierung habe ich mich sofort bereit erklärt, die Ausstellung „Wonder of the Female Body“ des FULDA-MOSOCHO-PROJEKTES an meine Schule zu holen und entsprechend zu unterstützen. Ich habe mich persönlich davon überzeugt, dass hier fundierte und nachhaltige Arbeit vor Ort nicht nur für Frauen, sondern für die gesamte Familie und das Gemeinwesen insgesamt geleistet wird. Unsere Schülerinnen und Schüler haben begeistert Unterstützung geleistet, indem sie Waffeln verkauften und einen Spendenlauf organisierten. Ich kann dieses Projekt nur zur weiteren Unterstützung empfehlen.

 

Lisa Bauer Fürsprecheraktion LebKom e.v. gegen Genitalverstümmelung

Lisa Bauer


Lisa Bauer
, 39, Administratorin im Europäischen Parlament.

Das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT kenne ich seit 2005. Besonders beeindruckt hat mich an den Maßnahmen des Wert-Zentrierten Ansatzes vor Ort, dass die Ausbildung den lokalen gesellschaftlichen Gepflogenheiten so angepasst wurde, dass daraus eine Grassroots-Bewegung entstehen konnte.

Mein Statement, um weitere Freunde und MitstreiterInnen im Kampf gegen FGM zu gewinnen: Wurden Sie schon einmal gefragt, ob Sie Fahrrad fahren können? Vielleicht. Aber sicherlich hat Ihnen noch nie jemand auf die Gegenfrage geantwortet: Ich habe es einmal versucht, aber die Schmerzen waren unerträglich.

Diese Antwort einer beschnittenen jungen Frau aus Kenia hat mich tief getroffen. FGM soll etwas so Alltägliches wie Fahrradfahren unmöglich machen? Dabei schockierte mich nicht nur, dass FGM die Ursache der Schmerzen war, sondern auch, was FGM dieser Frau neben weiteren schlimmen Folgen verwehrt:

Oft macht in Ländern, in denen FGM praktiziert wird, ein Fahrrad den Unterschied zwischen Armut und relativem Wohlstand aus. Mit einem Fahrrad kann z.B. mehr Mais zum Markt transportiert werden, die Schule oder ein Arzt erreicht werden… Bei dieser jungen Frau sind also die größte Hürde zur wirtschaftlichen Verbesserung die Folgen ihrer Beschneidung.

Diese grauenvolle Praxis zu bekämpfen heißt, Mädchen und Frauen vor Schmerzen und Krankheiten zu bewahren. Es muss aber auch bedeuten, dass unversehrte Mädchen und Frauen in ihrer Gesellschaft akzeptiert werden.

FGM ist eine schreckliche Praxis, die trotz Verbot und Ächtung fortbesteht, und deren Ende für Mädchen und Frauen nicht schnell genug kommen kann. Damit es aber überhaupt dazu kommt, braucht es Verständnis, Bildung, gesellschaftlichen Umbruch und nicht zuletzt auch den politischen Willen, diese Veränderung herbeizufuhren und zu unterstützen.

Helfen Sie mit. Es ist so einfach wie Fahrradfahren.

 

Michael Noack Fürsprecheraktion gegen Genitalverstümmelung LebKom e.V.

Michael Noack


Michael Noack
, 53 Jahre, lebt in Berlin und verleiht als Synchronschauspieler bekannter Filme, wie 12 Years a Slave, Spiderman, Stalingrad, internationalen Stars seine Stimme.

Durch meine aktive Teilnahme 2012 an Lesungen des FULDA-MOSOCHO-PROJEKTES in Berlin und weiteren Gesprächen zum Thema mit der Initiatorin der Lesung, Frau Silke Sewing, habe ich mich intensiver mit dem Thema Weibliche Genitalverstümmelung befasst. Ich finde den Kampf gegen FGM sehr wichtig und unterstütze die Arbeit aller Beteiligten und das Projekt sehr gern. Ich hoffe, dass die Arbeit des FULDA-MOSOCHO-PROJEKTES zur Beendigung von FGM weiterhin erfolgreich ist und als weltweites Vorbild für den Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung dient.

Tayfun Bademsoy Fürsprecheraktion gegen Genitalverstümmelung LebKom e.V.

Tayfun Bademsoy


Tayfun Bademsoy
aus Berlin,
57 Jahre, ist Schauspieler in Film und Fernsehen – darunter Serienhauptrollen und der „Tatort“.

Mit der Thematik FGM bin ich durch die Medien und durch eine Lesung, an der ich teilgenommen habe, in Kontakt gekommen. Die Verstümmelung junger Frauen hat nichts mit Religion oder Tradition zu tun. Es ist einfach eine weitere Versklavung der Frau durch diese egoistische Machowelt. Leider wird es in arabischen oder afrikanischen Ländern als Tradition verkauft. Dabei ist es eine brutale Barbarei. Jeder sollte seine Stimme dagegen erheben!

 

Portrait Michael Brand MdB Fulda Fürsprecheraktion LebKom gegen Genitalverstümmelung1

Michael Brand


Michael Brand
, 42 Jahre, MdB aus Fulda, Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Deutschen Bundestag

Das Thema Weibliche Genitalverstümmelung löst Abscheu und Wut bei mir aus, da wissentlich das Recht auf körperliche Unversehrtheit von Mädchen und Frauen verletzt wird unter Inkaufnahme schwerster Traumata. Die kulturelle Identität eines jeden Menschen ist nicht infrage zu stellen. Wenn aber unter dem Deckmantel von Traditionen Mädchen und Frauen Unfassbares zu erleiden haben, dann hat dies nichts mehr mit Kultur zu tun. Es ist grausame Gewalt!
Im Deutschen Bundestag und in seinen Gremien wurde und wird dem Thema stets viel Aufmerksamkeit beigemessen. Als Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe leiste ich meinen Beitrag dazu. Und die Arbeit von LebKom ist mir durch Gespräche in Fulda und andernorts gut bekannt.
Das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT ist einzigartig. Es stehen immer die Mädchen und Frauen im Fokus, nicht die Organisation, der wissenschaftliche Ansatz ist fundiert und das persönliche Engagement der Aktiven wahrhaftig und schlicht bewundernswert.

Brenda Davina Fürsprecheraktion gegen Weibliche Genitalverstümmelung FGM LebKom e.V

Brenda Davina


Brenda Davina
, 24 Jahre,
geboren und aufgewachsen in Laatzen bei Hannover, studiert „Interkulturelle Beziehungen“ an der Hochschule Fulda und hat Ghanaische Wurzeln.

Öffnet eure Augen und Herzen für die jungen Mädchen und Frauen, die aufgrund einer veralteten Tradition wie FGM für immer unter Schmerzen leiden müssen. Nicht jeder hat das Privileg seine eigenen Entscheidungen, frei und ohne jeglichen gesellschaftlichen Druck, treffen zu dürfen oder beschwerdefrei leben zu können. Wir haben die Möglichkeit, die Bekämpfung von FGM unter die Leute zu bringen und sie dazu zu ermutigen, etwas dagegen zu tun. Auf der Suche nach einem Praktikum bin ich durch meinen Studiengangskoordinator auf das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT aufmerksam geworden. Ich sehe das Praktikum als eine Chance, durch Erfahrungen, die ich hier sammle, mein Umfeld für die Thematik zu sensibilisieren. Ich finde, es ist ein tolles Projekt und eine wundervolle Sache, dass es hier in Deutschland Menschen gibt, die nicht wegschauen und sich mit vollem Herzen einsetzen.

 

Margret Lauscher Fürsprecheraktion gegen Genitalverstümmelung FGM LebKom

Margret Lauscher


Margret Lauscher
, 56 Jahre, ist Rektorin einer Katholischen Grundschule bei Düren, war bereits zweimal vor Ort in Kenia und besuchte dort das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT.

Ich verbinde mit dem Thema Weibliche Genitalverstümmelung eine der größten Menschenrechtsverletzungen an Frauen, die es auf der Welt gibt. FGM ist eine Sache, die mich erschüttert und sehr betroffen macht, besonders seit ich in Kenia mit betroffenen Frauen darüber sprach. Ich kenne das FULDA-MOSOCHO-PROJEKT durch das Mitreiseprojekt „As Friends to Kenya“ von LebKom e.V.. Besonders wichtig finde ich den Wert-Zentrierten Ansatz, mit dem gearbeitet wird. Er zielt auf die Gleichwertigkeit von Männern und Frauen ab, und diese wird auch im Alltag vor Ort angesprochen und gefördert. Der Erfolg zeigt ja, wie wirksam der Ansatz ist. Macht mit, stärkt Mädchen, auch Männer, stärkt ganze Familien im Aufbruch, im Wandel! Damit Mädchen und Frauen so bleiben können, wie sie geschaffen sind – und als vollwertige und gleichberechtigte Menschen in ihrer Gemeinschaft anerkannt werden.

 

Bernhard Winkelmann Fürsprecheraktion gegen Weibliche Genitalverstümmelung FGM LebKom eV

Prof. Dr. Bernhard Winkelmann


Prof. Dr. Bernhard Winkelmann,
59 Jahre, ist Arzt für Innere Medizin und Kardiologie und Direktor des Studienzentrums ClinPhenomics Frankfurt am Main.

Seit ich das erste Mal von der Thematik FGM erfahren habe, finde ich es erschütternd, wie sehr die Mädchen/Frauen ein Leben lang unter der Tradition und ihren Folgen leiden! Ich persönlich finde es schrecklich, dass jungen Mädchen so etwas wie FGM angetan wird. Global betrachtet handelt es sich mit 120 Millionen betroffenen Frauen sogar um die größte Menschenrechtsverletzung weltweit. Hier besteht großer Handlungsbedarf!

Über ehrenamtlich Aktive, die selbst in dem Projekt in Kenia vor Ort mitgearbeitet haben, habe ich zum ersten Mal von dem erfolgreichen FULDA-MOSOCHO-PROJEKT erfahren. Nachhaltig beeindruckt hat mich, neben dem Erfolg von über 20.000 bewahrten Mädchen, der hohe Einsatz auch an ehrenamtlichen Engagement und dass man weiß, dass jeder Euro im Projekt ankommt. Mein Statement lautet: Nicht wegschauen, sondern mithelfen! Jede Spende hilft!

 

Christina van Essen Fürsprecheraktion gegen Weibliche Genitalverstümmelung FGM LebKom eV

Christina van Essen


Christina van Essen
kommt aus NRW und ist Frauenbeauftragte der Stadt Düren.

Eine so verheerende Menschenrechtsverletzung geht alle Frauen an. Die Betroffenen verdienen Respekt und Unterstützung. Durch meine langjährige Arbeit im Frauenbüro bin ich mit dem Thema FGM vertraut. Ganz intensiv habe ich mich damit 2011 beschäftigt und habe die Telefonberatung „KUTAIRI“ bekanntgemacht. Am FULDA-MOSOCHO-PROJEKT überzeugt mich der Wert-Zentrierte Ansatz und die Einbeziehung der männlichen Multiplikatoren und Männer in besonderen Funktionen.

 

 

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