Genitalverstümmelung erfolgreich beenden!

Dorfversammlungen

In den Gemeinden Kenias organisieren Bürgermeister regelmäßig Dorfversammlungen für ihre Gemeinden, um die Dorfbevölkerung über aktuelle Themen zu informieren oder gemeinderelevante Dinge mit ihnen zu besprechen.

FULDA-MOSOCHO-PROJEKT besucht Dorfversammlungen

In Mosochos Nachbarregionen Marani und Kisii South fand in 2013 ein Probelauf für einige wenige Dorfversammlungen statt: Bürgermeister, Clanälteste und die Dorfbevölkerung erschließen sich neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur männlichen und weiblichen Anatomie und setzen sich mit dem Thema Beschneidung von Frauen und Mädchen auseinander.

Da FGM in Marani und Kisii South, besonders in der Öffentlichkeit, ein absolut heikles Thema ist, haben Teilnehmer unserer ehemaligen Sensibilisierungskampagne für Führungskräfte die kenianischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Facilitators) des FULDA-MOSOCHO-PROJEKTS und eine unserer deutschen Anti-FGM-Fachkräfte hierzu auf ihre Dorfversammlung eingeladen.

Es handelt sich um ein spannendes, im Schatten bewaldeter Versammlungsplätze stattfindendes Zusammentreffen. Niemand kann voraussehen, wie das Thema in der jeweiligen Gemeinde aufgenommen wird.

Die Mitarbeiter/innen des FULDA-MOSOCHO-PROJEKT-Teams haben sich gründlich darauf vorbereitet und gehen vorsichtig vor. Sie fragen die Dorfbewohner/innen taktvoll, ob es für sie in Ordnung sei, sich über FGM auszutauschen. Eine respektvolle Begegnung, die Neugierde weckt.

Anhand plastischer, handgefertigter Anschauungsmaterialien aus Holz, sowie mit Plakaten und Stiften zum Zeichnen, werden erste anatomische Grundlagen erarbeitet.

Das Ziel: durch vorsichtige, erste Ansprache zum Thema Genitalverstümmelung bei den Menschen Interesse zu wecken und hierfür erste spannende Impulse zu geben. Nur so kann sich die Möglichkeit einer friedlichen weiteren Zusammenarbeit entwickeln, Hand in Hand.

 

Die Reaktionen sind positiv und ermutigend:

Ich versuche seit Jahren, nach Gottesdiensten die Menschen davon zu überzeugen, dass Beschneidung schlecht für unsere Kinder ist und dass wir damit aufhören müssen! Keiner hört auf mich. Gut, dass ihr endlich gekommen seid.“, so ein älterer Bürger auf der Dorfversammlung in Metemba, Marani.
Eine weitere Rückmeldung: „Wir brauchen dieses Wissen. Es ist überfällig, etwas zu verändern.“

Der Anfang eines langen Weges ist getan.

Um weitere Dorfversammlungen besuchen zu können und darüber hinaus weitere Schritte zum Schutz der von der Genitalverstümmelung bedrohten Mädchen in den Nachbarregionen zu gehen, braucht es Fördermittel und tatkräftiges Spenden.

 

Spenden Sie Schutz. Jetzt!

 

 

A K T U E L L E S

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