Genitalverstümmelung erfolgreich beenden!

Zahlen/Fakten/Gründe zu FGM

Weibliche Genitalverstümmelung/Female Genital Mutilation (FGM)

Länder, in denen FGM praktiziert wird

Länder, in denen FGM praktiziert wird

Jährlich werden laut UNICEF mehr als 3 Millionen Mädchen an ihren Genitalien verstümmelt – alle 11 Sekunden eins.
Nach neuesten Studien sind es weltweit mindestens 200 Millionen von der Beschneidung betroffene Mädchen und Frauen.

Durch Migration dringt das Problem FGM auch nach Europa. Dort sind ca. 500.000 Mädchen und Frauen betroffen und jährlich 180.000 bedroht.

In Deutschland sind laut aktuellen Schätzungen ca. 48.000 Mädchen/Frauen beschnitten.

FGM existiert seit Jahrtausenden als traditionelles Ritual.

Der Beschneidungsakt:

Gewaltsam festgehalten und ohne Betäubung, wird jungen Mädchen traditionell zumeist von Beschneiderinnen mit Messern, platt geschlagenen Nägeln, Glasscherben oder Rasierklingen die Klitoris herausgeschnitten.
Neben der vollständigen Entfernung der Klitoris gibt es weitere Formen der Beschneidung, bei denen entweder auch die inneren Labien („Schamlippen“) herausgetrennt werden (Exzision), oder sogar die inneren sowie äußeren Labien entfernt und die Vagina anschließend bis auf eine kleine Öffnung zugenäht wird (Infibulation).
 Viele Mädchen verbluten, infizieren sich mit tödlichen Krankheiten oder sterben aufgrund unglaublicher Schmerzen.

Die physischen und psychischen Folgen der Praktik bestehen ein Leben lang.
Das Ritual zu erleiden, führt zu radikalem Vertrauensverlust und schweren Traumata. Diese können aufgrund der Tabuisierung des Themas nicht einmal ansatzweise aufgearbeitet werden.
Eine Beschnittene verliert durch das Herausschneiden der Klitoris ihr sexuelles Empfindungsvermögen. Sie erleidet besonders bei der Geburt eines Kindes sowie beim Geschlechtsverkehr aufgrund des vernarbten oder zugenähten Gewebes höllische Schmerzen, nicht wenige sterben bei der Geburt. Selbst das Urinieren wird zur Qual.
 


Warum wird Frauen so etwas angetan?

Argumente, mit denen versucht wird, das menschenrechtsverletzende Ritual FGM zu begründen, gibt es viele. In den Ländern, in denen Genitalverstümmelung praktiziert wird, herrscht meist eine patriarchale Gesellschaftsstruktur.

Die Aufgabe der Frau: Kinder kriegen und den Entscheidungen ihres Mannes  gehorchen.

Diese Struktur macht es für Frauen in diesen Ländern kaum möglich, selbständig etwas an ihrer Lage zu ändern.

Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass unbeschnittene Frauen unanständig würden, ihren „Sexualtrieb“ nicht mehr kontrollieren könnten. Das zerstöre die Ehre und das Ansehen der Familie. Auch stehen Familien unter dem gesellschaftlichen Druck, ihre Töchter beschneiden zu lassen, damit sie aus der Gemeinschaft nicht ausgestoßen werden. In den Ethnien ist es ein Tabu, eine unbeschnittene Frau zu heiraten.

Der eigentliche Grund liegt in den gesellschaftlichen Strukturen, in denen Frauen als minderwertig angesehen werden und in denen ihnen das Recht auf eine eigene, selbst bestimmte Sexualität abgesprochen wird.

Abgrenzung zur Männerbeschneidung

Anders bei der Beschneidung von Jungen und Männern, die zum Teil religiös verankert ist, hat Mädchenbeschneidung keine religiösen Hintergründe.

Bei der Männerbeschneidung handelt es sich um eine Beschneidung der Vorhaut. Diese wird eingeschnitten, gekürzt oder sogar ganz entfernt. Somit wird nicht das Sexualorgan, wie bei der Frau die Klitoris (siehe „Der Beschneidungsakt“), entfernt. Die Eichel bleibt dem Mann erhalten und damit auch sein sexuelles Empfindungsvermögen.

Was tun wir gegen die Weibliche Genitalverstümmelung?

Schwerpunkt unserer Projektarbeit ist die Prävention, das heißt, bedrohte Mädchen, vor allem in Kenia, aber auch in Deutschland, in möglichst großer Anzahl nachhaltig vor FGM zu schützen. Wie das aussieht, lesen Sie hier.

Spenden Sie Schutz. Jetzt!

 

 

A K T U E L L E S

Auszeichnung für das Begegnungscafé Hofbieber:

LebKom e.V. gewinnt Preis beim bundesweiten Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt" für die innovative Arbeit mit geflüchteten Menschen im Übergangswohnheim Georgshöhe.

 

 

 

 

Foto: Johanna Rinne, BfTD

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Aktuelle Projektentwicklungen in Kenia:

Die Ausweitung in die Nachbarregionen Mosochos geht in großen Schritten voran!

 

 

 

 

 

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