Genitalverstümmelung erfolgreich beenden!

Zwei Anlaufstellen gegen Genitalverstümmelung

In Marani und Kisii South gibt es nun Anlaufstellen für alle Aktive, die sich für ein Ende von FGM engagieren. Zudem bieten sie einen geschützten Ort, wo sich hilfesuchende Mütter und Väter, die auf den Dorfversammlungen auf diese Möglichkeit aufmerksam wurden, Rat holen können und Unterstützung erfahren.

Kisii South

Für Kisii South wurde ein Raum in der Schulbehörde zur Verfügung gestellt.

So zentral gelegen erhält die Anlaufstelle viel Aufmerksamkeit und setzt ein unübersehbares Zeichen im Zentrum einer Region, in der die Beschneidungsrate über 90 % liegt. An zwei Tagen die Woche tun dort im Wert-Zentrierten Ansatz geschulte Ehrenamtliche – jeweils eine Frau und ein Mann –  Dienst. Dass hierfür aus einer Reihe von Bewerbungen ausgewählt wurde, unterstreicht die Wichtigkeit der Aufgabe, sich für das Ende der Beschneidung zu engagieren.  Seit ihrer Eröffnung wird die Anlaufstelle über die Erwartungen hinaus frequentiert.

Marani

Zur offiziellen Eröffnung der Anlaufstelle in Marani sandte unser Projekt‐Koordinator Jones uns folgende Mail mit Foto: „ … es war eine gelungene und freudige Eröffnungsveranstaltung, 26  waren dabei, allen voran der zuständige Bürgermeister und sein Stellvertreter. Bereits nächsten Mittwoch will sich die Gruppe wieder treffen, um gemeinsam zu diskutieren und festzulegen, wie sie das Office bekannter machen wollen. Herzliche Grüße , Jones Maranga“.

Die Räumlichkeiten für beide Anlaufstellen werden von den Gemeinden mietfrei zur Verfügung gestellt. Dies ist der hervorragend gelungenen Vernetzung und dem Engagement der amtierenden Bürgermeister zu verdanken. Die diensttuenden Ehrenamtlichen werden bei Bedarf durch das Mosocho‐Team unterstützt – zum Beispiel, wenn sich eine Gruppe zur Beratung oder für eine erste Wert-Zentrierte Schulungseinheit anmeldet.

Meilenstein erreicht

Beide Anlaufstellen setzen Meilensteine im Kampf gegen Genitalverstümmelung. Neben dem Schulungszentrum in Mosocho sind dies zwei weitere, in die Gemeinden der Kisiis gut integrierte Beratungs- und Schulungseinrichtungen zur Beendigung von Genitalverstümmelung.

Möglich geworden sind die neuen Anlaufstellen durch Spenden und die Förderung von der ALTERNAID Stiftung für Menschen in Not.

Siehe zu den aktuellen Projektentwicklungen in Marani und Kisii-South auch die neueste Schulung von Ehrenamtlichen für ein Ende von FGM.

 

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A K T U E L L E S

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Foto: Johanna Rinne, BfTD

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